Samstag, 9. November 2019 23:04 Uhr

Sven Marquardt: Deutschlands berühmtester Türsteher kriegt einen Film

itworks

Am 5. Dezember 2019 startet der Dokumentarfilm „Schönheit und Vergänglichkeit“ in den deutschen Kinos.

Nach „Fassbinder“, „Fünf Sterne“ und „Familie Brasch“ trifft Regisseurin Annekatrin Hendel in ihrem neuen, wieder sehr persönlichen Film, Sven Marquardt (57) und zwei seiner Weggefährten aus der gemeinsamen Ostberliner Punk-Zeit: Robert Paris und Dominique „Dome“ Hollenstein – ein Film vom Ende der 80er-Jahre in Ostberlin bis heute, 30 Jahre nach dem Mauerfall.

Sven Marquardt: Deutschlands berühmtester Türsteher kriegt einen Film

itworks

Darum geht’s

Der Film erzählt von drei Freunden mit einer gemeinsamen Jugend, deren Werdegang geprägt ist von ihrem künstlerischen Blick auf die Welt, von Radikalität und Offenheit. Aber es ist auch ein Film über die unbedingte Sehnsucht nach Individualität und Unangepasstheit, Rebellion, Älterwerden, Liebe und Freundschaft in ganz unterschiedlichen Wertesystemen. Und es ist ein Berlin-Film.

Robert Paris großartige Stadtansichten erzählen vom Wandel der Stadt, vom eigenwilligen Charme menschenleerer Straßen, vernagelter Türen und blinder Fenster.

Schon vor dem Mauerfall porträtiert der gelernte Fotograf Sven Marquardt, heute auch durch sein markantes Aussehen als Türsteher des legendären Technotempels Berghain weit über die Grenzen Deutschlands hinaus bekannt, die subkulturelle Ostberliner Szene in ausdrucksstarken Schwarz- Weiß-Fotografien. Nach 25 Jahren Unterbrechung seines künstlerischen Schaffens erfindet sich Marquardt inzwischen noch einmal neu und erlangt mit seinen Ausstellungen, Publikationen und Auftragsarbeiten Weltruhm.

Nacht, Rausch, Exzess und Dunkelheit strahlen seine Werke aus, obwohl sie meist bei Tageslicht entstehen. Die Porträts seiner DJs, Musiker, Türsteherkollegen sind erotisch, lässig, schmutzig und existenziell.

Sven Marquardt: Deutschlands berühmtester Türsteher kriegt einen Film

Seine Weltpremiere feierte „Schönheit und Vergänglichkeit“ in der Sektion Panorama bei den 69. Filmfestspielen Berlin. Neben einer Teddy Award-Nominierung erhielt Annekatrin Hendel den Heiner- Carow-Preis, den sie bereits 2017 für „Fünf Sterne“ gewann. Der Film lief, neben vielen weiteren nationalen und internationalen Filmfestivals, auf dem renommierten Hot Docs – Canadian International Documentary Filmfestival.

Preview-Tour

Vor Kinostart werden Annekatrin Hendel und Sven Marquardt einige Previews des Filmes mit Filmgesprächen begleiten: Berlin: 29.11. 7.12, 8.12., 10.12., Hamburg: 1.12., Hannover: 2.12., Halle: 3.12., Leipzig: 4.12, Weimar: 5.12., Potsdam: 6.12.

Die Regisseurin Annekatrin Hendel und Sven Marquardt stehen für Interviews zur Verfügung.

Das könnte Euch auch interessieren

OK

Hinweis: Durch Nutzung von klatsch-tratsch.de stimmen Sie der Verwendung von Cookies für Analysezwecke, personalisierte Inhalte und Werbung zu. Mehr erfahren