Mittwoch, 11. August 2010 16:57 Uhr

Sylvester Stallone dachte, Dolph Lundgren ist ein Trottel

Los Angeles. So kann’s gehen: Sylvester Stallone (64) war zunächst gar nicht von seinem Schauspielkollegen Dolph Lundgren angetan.
Die beiden Action-Stars traten 1985 gemeinsam in dem Film ‚Rocky IV‘ auf, in dem Stallone wieder in die Rolle des Boxers schlüpfte und Lundgren Captain Ivan Drago darstellte.

Zunächst war der Schwede wegen seiner Größe abgelehnt worden und Stallone gab nun zu, dass er auch erst skeptisch war, ob Lundgren der Rolle gerecht werden könne: „Im Gegensatz zu seinem Äußeren ist er eigentlich ziemlich clever“, stichelte der Action-Opa. „Es ist wie diese hübschen Typen, 1.95 Meter groß, Wikinger-Typ, eine Taille von 73 Zentimetern. Ich dachte, er müsste ein Trottel sein, und dann finde ich heraus, dass er einen MIT-Abschluss hat, er hat chemisches Ingenieurswesen mit einem vollen Stipendium studiert. Ich fragte mich echt, ob das stimmt. Der Typ? Könnt ihr euch vorstellen, dass der ins Labor geht und denkt: ‚Ja, ich werde diese Ratte von etwas heilen‘? Es ist erstaunlich, wenn man sich die Veränderung ansieht. Vom Wissenschaftler zum Wilden.“

Die beiden Haudegen haben sich für den Film ‚The Expendables‘ erneut zusammengetan. Bei dem Film über eine Gruppe Männer, die einen Diktator in Südamerika stürzen wollen, führte Sylvester Stallone Regie und schrieb auch das Drehbuch. Neben ihm und Lundgren spielen auch Bruce Willis, Arnold Schwarzenegger, Jet Li und Jason Statham mit.

Trotz der großen Namen in seinem Film, findet Stallone nicht, dass Stars in Hollywood noch eine große Rolle spielen. Der Schlüssel zu einem guten Film seien die Handlungsstränge, und er findet, dass das die große Veränderung zu den 70er Jahren sei, in denen er anfing, Filme zu drehen: „Stars machen nicht viel aus, tun sie wirklich nicht. Es kommt auf das Konzept an. Die Originalität oder die neue Interpretation einer wirklich klassischen Situation. Dolph und mich steckten sie einfach in einen Film, umgaben uns mit ein paar Typen, sie entwickelten keine Charaktere. Aber das kannst du heute nicht mehr machen“, erklärte er dem Nachrichtendienst ‚Cover Media‘. „Es gibt heute einen viel größeren Anteil. Früher gab es jährlich etwa 400 Filme, heute sind es 200, vielleicht 150, und noch wenige schaffen es zu den Studios. Es ist eine Wissenschaft. Es gibt es nicht mehr, dass jemand ein gutes Gefühl hat und mal etwas wagt. Das ist weg. Es ist alles Wissenschaft. Bei dem Schauspieler wird gegeneinander gerechnet, wie viel er bringt, es ist wie ein Mathe-Projekt“, befand Sylvester Stallone. (CoverMedia)

OK

Hinweis: Durch Nutzung von klatsch-tratsch.de stimmen Sie der Verwendung von Cookies für Analysezwecke, personalisierte Inhalte und Werbung zu. Mehr erfahren