Freitag, 29. November 2013 17:59 Uhr

Tagesschau-Sprecherin Linda Zervakis plaudert über ihre Familie

Tagesschausprecherin Linda Zervakis wuchs als Tochter griechischer Gastarbeiter in Deutschland auf.

Tagesschau-Sprecherin Linda Zervakis plaudert über ihre Familie

Im Interview mit der Illustrierten ‚Nido‘ erinnert sie sich an die Zeit: „In meiner Kindheit hat sich alles nur ums Geld gedreht. Wenn unser Auto kaputt war, dann war richtig Alarm, weil wir nicht wussten woher wir die Kohle nehmen sollten. So etwas prägt.“

Oft war sie neidisch auf ihre Mitschüler: „Bei den Kindergeburtstagen habe ich ja gesehen, dass man ganz anders leben kann als wir. Schon ein Reihenhaus war für mich ein Palast, wenn darin jedes Kind ein eigenes Zimmer hatte.“

Ihrem eigenen Sohn, will die Moderatorin deshalb ein Bewusstsein für die Armut anderer mitgeben: „Ich will, dass mein Sohn weiß, dass wir es gut haben. Dass nach oben noch ganz viel Luft ist, aber dass es auch eine ganze Menge Menschen gibt, die nicht schlecht sind, nur weil sie kein Geld haben.“

Deshalb will sie ihn in einen Kindergarten schicken, „den nicht nur Kinder einer bestimmte Schicht besuchen.“ Die Moderatorin findet, dass hierzulande auf berufstätigen Eltern ein zu hoher Druck lastet: „Ich empfinde die Taktung hier als extrem eng: Man soll dringend Kinder kriegen, danach aber sofort wieder arbeiten, und sobald du einmal wieder dabei bist, wäre es schön, wenn keiner mehr merkt, dass du überhaupt ein Kind hast.“ Zervakis selbst kehrt nach fünfeinhalb Monaten zurück zur ARD.

Foto: NDR/Dirk Uhlenbrock

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