01.11.2020 20:00 Uhr

„Tatort: Der Welten Lohn“: Woher kennt man Barnaby Metschurat?

Barnaby Metschurat spielt den gescheiterten Ex-Mitarbeiter, der im "Tatort: Der Welten Lohn" Wiedergutmachung von einem Konzernchef fordert. Es ist nicht sein erstes spannendes TV-Projekt.

SWR/Benoit Linder

Der Berliner Schauspieler Barnaby Metschurat (46) überzeugt im „Tatort: Der Welten Lohn“ (1.11., 20:15 Uhr, das Erste) auf ganzer Linie in der Rolle eines „Gescheiterten zwischen selbstzerstörerischer Implosion und verzweifelter Explosion“, wie es die Krimimacher beschreiben. Doch der Sonntagskrimi ist nur eines der vielen spannenden Film- und Fernsehprojekte, an denen er bereits mitwirkte.

Nachwuchspreis für „Solino“ und „Anatomie 2“

Sein Schauspieldebüt gab Barnaby Metschurat 1993 in der Krimiserie „Wolffs Revier“ (Sat.1), eine erste größere Rolle (16 Folgen) hatte er 1995 in der Fernsehserie „Unser Lehrer Doktor Specht“ (ZDF). So richtig in der Branche aufgefallen ist er dann im Jahr 2002. Damals wurde er für seine Hauptrollen in den Kinofilmen „Solino“ des Hamburger Regisseurs Fatih Akin (47, „Aus dem Nichts“) und „Anatomie 2“ des österreichischen Oscarpreisträgers Stefan Ruzowitzky (58, „Die Fälscher“) beim Bayerischen Filmpreise mit dem Nachwuchsdarstellerpreis ausgezeichnet.

Erfolg als Kriminalkommissar Leo Falckenstein

In der ungewöhnlichen Krimiserie „KDD – Kriminaldauerdienst“ (ZDF), die sich vor allem um den Arbeitsalltag der Polizeieinheit und die beruflichen und privaten Themen der Mitarbeiter drehte, war Metschurat von 2007 bis 2010 als Zeitungsverleger-Sohn und Kriminalkommissar Leo Falckenstein zu sehen. Die Serie fiel auf. 2007 wurde sie beim Deutschen Fernsehpreis zur „Besten Serie“ gekürt, 2008 folgten die Auszeichnung mit dem angesehenen Adolf-Grimme-Preis und eine erneute Nominierung für den Deutschen Fernsehpreis.

Internationales Serienprojekt mit Donald Sutherland

Nach Biopics wie „Krupp – Eine deutsche Familie“ (2009, ZDF), Kinodramen wie „Satte Farben vor Schwarz“ (2010) oder vielbeachteten Krimiserien wie „Schuld nach Ferdinand von Schirach“ (2015, ZDF) stand er 2015 mit dem kanadischen Hollywood-Star Donald Sutherland (85, „Die Tribute von Panem“) für die internationale Krimiserie „Crossing Lines“ (2013-2015, Sat.1) vor der Kamera.

Corona-Serie mit Lavinia Wilson

Im April spielten Barnaby Metschurat und seine Lebenspartnerin, die Münchner Schauspielerin Lavinia Wilson (40), in der erstaunlich schnell ins Rollen gebrachten Comedyserie „Drinnen – Im Internet sind alle gleich“ (ZDF) ein kriselndes Berliner Ehepaar, das durch die Corona-Pandemie plötzlich vor ganz neuen Herausforderungen steht.

Es war die erste Serie, in der die Pandemie eine Rolle spielte und auch die Dreharbeiten waren davon überschattet. „Alle Paare in ‚Drinnen‘ sind auch im echten Leben Paare. Anders hätten die Autoren ja niemals die Chance, ein Paar auch mal gemeinsam in einem Bild zu zeigen wegen der Kontaktsperre“, erzählte Wilson damals spot on news über das ungewöhnliche Projekt.

(ili/spot)