Nach Tod von Martina Bönisch„Tatort: Du bleibst hier“: So war der erste Dreh ohne Anna Schudt

Der Dortmund-"Tatort" (v.l.): Peter Faber (Jörg Hartmann), Rosa Herzog (Stefanie Reinsperger) und Jan Pawlak (Rick Okon) müssen ohne Martina Böhnisch (Anna Schudt) klarkommen. (amw/spot)
Der Dortmund-"Tatort" (v.l.): Peter Faber (Jörg Hartmann), Rosa Herzog (Stefanie Reinsperger) und Jan Pawlak (Rick Okon) müssen ohne Martina Böhnisch (Anna Schudt) klarkommen. (amw/spot)

WDR/Thomas Kost

SpotOn NewsSpotOn News | 15.01.2023, 21:01 Uhr

Der neue "Tatort: Du bleibst hier" aus Dortmund ist der erste Fall ohne Martina Bönisch alias Anna Schudt. Wie sich der Dreh ohne die Schauspielerin angefühlt hat, verrät Kollege Rick Okon.

Im neuen "Tatort: Du bleibst hier" (15. Januar, das Erste) muss das Dortmunder Ermittler-Team zum ersten Mal ohne Martina Bönisch auf Verbrecherjagd gehen. Darstellerin Anna Schudt (48) ist im Februar 2022 den Serientod gestorben. Im Fall "Liebe mich!" erlag sie am Ende einer Schussverletzung. Das dramatische Aus kam überraschend, da weder Schudt noch der Sender den freiwilligen Ausstieg der Schauspielerin vorab bekannt gegeben hatten. Für den neuen Fall mussten die Schauspieler Jörg Hartmann (53) als Peter Faber, Rick Okon (33) als Jan Pawlak und Stefanie Reinsperger (34) als Rosa Herzog erstmals ohne ihre Kollegin vor der Kamera stehen – was nicht ganz einfach war.

"Wie ohne Anna weitermachen?"

Die Lücke, die die Figur Martina Bönisch hinterlassen hat, ist im neuen Krimi definitiv spürbar. "Verlust ist das zentrale unterliegende Thema von 'Du bleibst hier'. Und das Leben macht einfach weiter…", erklärt Regisseur Richard Huber (64) im Gespräch mit dem Sender. Aber auch im echten Leben hat sich der Abschied bemerkbar gemacht. "Uns als Drehteam ging es genauso: wie ohne Anna weitermachen?" Doch das Dreiergespann Hartmann, Okon und Reinsperger haben weitergemacht und im neuen Fall viele Emotionen gezeigt – von Trauer über Wut bis hin zur reinen Verzweiflung.

Für Rick Okon habe sich der Dreh ohne Anna Schudt zu Beginn seltsam angefühlt, "gerade auch in der Vorbereitung". "Die Leseproben, der erste Drehtag… Es ist ja auch die ganze Zeit von Martina Bönisch die Rede", erklärt der Darsteller. "Und Anna haben wir natürlich vermisst. Sie ist ein toller Mensch und eine wunderbare Kollegin."

Einen Ersatz für die Figur Bönisch wird es vorerst nicht geben. Faber, Pawlak und Herzog müssen weiter zu Dritt ermitteln. Der nächste Fall "Love is Pain" wurde vom WDR bereits angekündigt. Bis Anfang Juni 2022 wurde in Dortmund, Köln und Umgebung gedreht. Die Ausstrahlung soll noch in diesem Jahr erfolgen. In "Love is Pain" wird Faber auch wieder vollständig in den Dienst zurückkehren.

"Tatort: Love is Pain": Darum geht's

Der Straßenbahnfahrer Hamza Arkadaş (Mehmet Daloglu) wurde in seiner Nachtschicht ermordet. Zwar gibt es keine Zeugen, doch die Aufnahmen der Überwachungskamera zeigen, wie der Fahrer von einem jungen Fahrgast attackiert wurde. Der Täter hält sein Gesicht sogar in die Kamera, doch die Aufnahmen helfen zunächst nicht. Denn er ist weder polizeibekannt noch will Staatsanwalt Matuschek (Moritz Führmann, 44) die Bilder herausgeben. Rosa Herzog zieht die Polizeibeamtin Beate Gräske (Sar Adina Scheer) hinzu. Sie kann besonders gut Gesichter wiedererkennen und begibt sich auf die Suche nach dem Täter.