Montag, 20. August 2018 12:15 Uhr

„Tatort“: Erfinder Gunther Witte gestorben

Gunther Witte, ehemaliger WDR-Fernsehspiel-Chef kam Anfang der 60er Jahre aus der DDR in den Westen und begann als Redakteur und Dramaturg beim WDR zu arbeiten. Das Konzept für den „Tatort“ entwickelte er 1969.

"Tatort": Erfinder Gunther Witte gestorben

Foto: WDR

Der „Tatort“-Erfinder Gunther Witte ist tot. Der ehemalige WDR-Fernsehspielchef, der einst das Konzept für die berühmte Krimi-Reihe entwickelte, starb überraschend bereits am vergangenen Donnerstag im Alter von 82 Jahren in Berlin, wie der WDR am Montag in Köln mitteilte. Das habe der Sender aus dem Kreis der Familie erfahren.

WDR-Intendant Tom Buhrow erklärte: „Gunther Witte war eine der herausragenden Persönlichkeiten des Fernsehspiels. Mit seiner einzigartigen Erfindung der Tatort-Reihe hat er den WDR und das deutsche Fernsehen so nachhaltig geprägt wie kaum ein anderer: Sonntag, 20.15 Uhr ist nach wie vor Tatort-Zeit im Ersten. Das, was er geschaffen hat, bleibt und wird unsere Zuschauer weiterhin bereichern.“

Witte war in Berlin aufgewachsen und nach dem Studium der Theaterwissenschaften und einem Engagement in Karl-Marx-Stadt (Chemnitz) in den Westen gegangen. Anfang der 60er Jahre kam er zum WDR, zunächst als Redakteur und Dramaturg, 1979 wurde er Leiter der Abteilung Fernsehspiel. Das Konzept für den „Tatort“ entwickelte er 1969. Ein Jahr später lief mit „Taxi nach Leipzig“ die erste Folge. (dpa/KT)

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