01.08.2020 14:27 Uhr

Taxifahrer griff Riccardo Simonetti zwischen die Beine: „Ich war wie gelähmt!“

Star-Influencer und It-Boy Riccardo Simonetti möchte anderen Mut machen und berichtet von einer Grabsch-Attacke von einem Taxifahrer. Seit Beginn der "MeToo"-Bewegung berichten viele Frauen von Belästigungen und sexuellen Übergriffen. Dass auch Männer Opfer solcher Vorfälle werden, ist trotzdem noch immer ein Thema, über das bis heute kaum geredet wird.

imago images / POP-EYE

Das möchte der Entertainer nun ändern und berichtete seinen Fans von einem sehr unschönen Vorfall. „Ich möchte zeigen, dass das jedem passieren kann, so auch mir“, erklärt der offen schwule Influencer.

„Ich war wie gelähmt“

Riccardo erinnert sich noch heute gut an der Vorfall. So ereignete sich der Vorfall vor gut zwei Jahren, als er mit einem Taxi durch Berlin fuhr. „Der Fahrer war sehr nett. […] Sobald ich vorne saß, hat sich die ganze Stimmung im Auto schnell verändert.“

Dann soll der Taxifahrer den 27-Jährigen belästigt haben, wie er seinen Fans bei Instagram erzählt: „Es hat sich dadurch geäußert, dass nach ein paar Minuten die Hand des Taxifahrers auf meinem Oberschenkel landete. Ich hatte eine kurze Hose an und fand das sehr irritierend, hab mir aber noch nicht so viel dabei gedacht.“

„Durch meine Unterhose durch …“

Simonetti habe sich wie gelähmt gefühlt, erinnert er sich. Der Fahrer habe nicht von ihm abgelassen und Riccardo weiter bedrängt: „Dann habe ich aber bemerkt, dass sich diese Hand immer weiter nach oben bewegte und der Taxifahrer irgendwann mit seiner Hand in meine Hose gegriffen hat, durch meine Unterhose durch und mir quasi voll in den Schritt gegriffen hat.“

Er sei so von dem Fall geschockt gewesen, dass er nicht habe reagieren können. „Ich war wie gelähmt. Ich habe nichts rausgebracht, keinen einzigen Ton, und das hat mich überfordert, weil ich sonst ein sehr selbstbewusster Mensch bin.“

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Er hat den Vorfall lange verdrängt

Den sexuellen Übergriff habe Simonetti damals übrigens nicht bei der Polizei angezeigt, erklärt er bedauernd. „Macht nicht denselben Fehler wie ich, sondern bringt es zur Polizei, sprecht mit Menschen darüber.“

Mit seiner Geschichte wolle er anderen Mut machen und sie dazu ermutigen über das Erlebte zu sprechen. Hilfe könne man sich von Freunden oder anonymen Beratungsstellen holen.

Quelle: instagram.com

Anderen Mut machen

Riccardo selbst habe die Geschichte lange verdrängt und auch immer wieder neue Entschuldigungen für den Mann in seinem Kopf gefunden. Nun er sich aber mit dem Erlebten beschäftigt, wisse dass es nicht seine eigene Schuld war und wolle seine Geschichte mit der Welt teilen.

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