Thomas Anders: „Wir brauchen einen knallharten Lockdown“

Thomas Anders
Thomas Anders

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30.03.2021 09:12 Uhr

Schlagersänger und Modern-Talking-Legende Thomas Anders machte aus seiner Unterstützung für Angela Merkel nie ein Geheimnis. Trotzdem ist er sauer.

Doch durch die Corona-Krise hat sich sein Blick auf die Regierung verändert. „Die Pandemie hat mir gezeigt, dass in Deutschland zuerst alles totdiskutiert wird, bevor etwas passiert. Unser Bürokratieapparat ist so träge, das verstehe ich einfach nicht“, so Thomas Anders im Interview mit t-online.

Scheue Regierung

Weiter sagte der 58-Jährige: „Es geht nicht, dass wir einen Lockdown haben, der im März 2020 anfängt, und erst ein Jahr später passiert zum ersten Mal überhaupt irgendetwas. Bis heute hat sich die Regierung zu sehr gescheut. Wir werden von Quartal zu Quartal vertröstet, ohne einen Lösungsweg gezeigt zu bekommen. Das macht ja auch was mit den Menschen, wir sind alle so müde geworden.“

„Die Pandemie hat mir gezeigt,
dass in Deutschland zuerst alles totdiskutiert wird,
bevor etwas passiert.“

Der Musiker fordert: „Man muss sich aufs Wesentliche konzentrieren und nicht immer alles tausendmal durchdiskutieren, denn dann ist das Kind in den Brunnen gefallen. Nach den aktuellen Inzidenzzahlen brauchen wir keine Lockerungen, wir brauchen einen knallharten Lockdown. Ich habe lieber zwei Wochen knallhart Schicht im Schacht, als mich weiter zu quälen.“

Thomas Anders fordert Impfkonzept

Mit einem Konzept und den Impfungen sehe er ein Licht am Ende des Tunnels. „Jeder, der die Möglichkeit bekommt, sollte geimpft werden, bevor man den Impfstoff wegschmeißt. Jetzt gilt es, die Schwächeren zu schützen.“ Für Corona-Leugner hat er deutliche Worte: „Da werde ich aggressiv. Da fühle ich mich auch als Deutscher persönlich beleidigt. Wenn euch Deutschland nicht passt, weil ihr findet, eure Freiheit sei eingeschränkt, dann geht.“