Sonntag, 5. Januar 2020 14:04 Uhr

Til Schweiger: Zoe Moore ist die Neue an seiner Seite

imago images / Spöttel Picture

Zuletzt standen die „Tatort„-Folgen mit Til Schweiger vor allem für Explosionen, Schießereien und viele Tote. Mit der sechsten Episode des LKA-Mannes Nick Tschiller und seinem Team hat das (vorerst) ein Ende. Die Panzerfaust wird gegen Paintball getauscht. Stattdessen wird „getschillt“ – also ein bisschen zumindest. Und eine Neue an seiner Seite tritt auf: Zoe Moore. Zoe wer?

Zoe Moore (26) wird im heutigen Sonntags-Tatort „Tschill Out“ als junge Kommissarin Robin Pien eingeführt. Über ihre Rolle sagte sie in einer Mitteilung der Produktion: „Ich finde es immer toll, wenn im Fernsehen nicht nur eine Männerriege präsentiert wird, die als die großen Macher alle zur Stecke bringt und die Frauen nur zugucken. Beim „Tatort“ gibt es schon viele tolle Kommissarinnen, die ein modernes Frauenbild vermitteln, und die man sich zum Vorbild nehmen kann. Robin Pien gehört für mich zu diesen souveränen Frauen, die sich nicht duckmäuserisch verhalten oder von Männern klein machen lassen. Sie handelt sehr eigenständig und lässt sich von Gümers machohaftem Gehabe nicht plattmachen. Sie zieht ihr eigenes Ding durch und ist eine sehr starke Person. Das mochte ich auf Anhieb.“

Til Schweiger: Zoe Moore ist die Neue an seiner Seite

Zoe Moore als Robin Pien © NDR/Christine Schroeder

„Fahri ist ein echtes Improvisationstalent“

Zwar waren die wesentlichen Sätze vom Drehbuch vorgegeben, aber Zoe konnte auch eigene Ideen für Ihre Figur einbringen, wie sie verrät: „Ich habe vor allem mit Fahri (Yardim) gedreht, und wir konnten uns ausprobieren und herausfinden, wie man den neuen ‚Tatort‘ Hamburg präsentieren möchte. Man muss bei Fahri echt auf der Hut sein, weil er ein Improvisations-Profi ist. Er denkt sich so viele Sprüche mitten in der Szene aus, variiert seinen Text völlig frei, und man muss sich schon sehr zusammenreißen, um noch bei der Sache zu bleiben. Aber das ist auch toll, weil man flexibel und locker bleibt.“

Til Schweiger: Zoe Moore ist die Neue an seiner Seite

Hat Mitleid mit Robin (Zoe Moore): Yalcin Gümer (Fahri Yardim) © NDR/Christine Schroeder

Dass sie als Tochter des Regisseurs womöglich ihre Rolle bevorzugt bekommen habe, weist die Schöne von sich. „Ich gehe wie alle anderen Kollegen zu Castings und spreche vor“, sagte sie dazu im Gespräch mit der ‚Bild‘-Zeitung.

Sie fügte hinzu: „Und dass ich diese Rolle bekommen habe, das war absolut kein Selbstläufer, da hatten sehr viele Leute Mitspracherecht. Ich glaube sogar, dass ich mich am Set noch mehr beweisen muss, als wenn ich nicht mit ihm verwandt wäre. Dem kritischen Blick der Leute muss ich mich als Tochter des Regisseurs wohl immer stellen.“

Biografisches

Zoe Moore absolvierte 2013 ein Schauspielcoaching bei Teresa Harder sowie 2014 ein Training bei William Esper in New York. Derzeit arbeitet sie mit Ivana Chubbuck. Ihr Leinwanddebüt gab sie bereits als Kind in dem mehrfach ausgezeichneten Film „Plus-Minus Null“ (1997, Regie: Eoin Moore).

Es folgten zahlreiche weitere Kino filme wie „Pigs will fly“ (2002, Regie: Eoin Moore) bis zu „Max Minsky und ich“ (Regie: Anna Justice), wofür sie den „Weißer Elefant – Sonderpreis für herausragende Darstellung“ 2008 erhielt.

Til Schweiger: Zoe Moore ist die Neue an seiner Seite

„Die kleine Meerjungfrau“ Undine (Zoe Moore). © MDR/Sandra Bergemann

Seither sah man Zoe Moore u. a. in der NDR Produktion „Frösche petzen nicht“ (2009, Regie: Manfred Stelzer), dem ARD-Weihnachtsmärchen „Die kleine Meerjungfrau“ (2013, Regie: Irina Popow), Vivian Naefes „Der Geschmack von Apfelkernen“ (2013), im „Polizeiruf 110: Wendemanöver“ (NDR/MDR, 2015, Regie: Eoin Moore), „Schneeweißchen und Rosenrot“ (2018, Regie: Seyhan Derin) sowie in zwei Teilen von „Väter allein zu Haus“ (2018/2019).

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