Montag, 27. Januar 2014 22:35 Uhr

Tom Hanks als Walt Disney: Alles über „Saving Mr. Banks“

Am 6. März 2014 bringt ‚Saving Mr. Banks‘  die gefühlvoll inszenierte Geschichte über Mary Poppins‘ langen Weg auf die Leinwand in die deutschen Kinos. Gleichzeitig ist es der erste Spielfilm über die Hollywood-Legende Walt Disney (Tom Hanks), zu dem wir heute auch die ersten zwei Filmclips präsentieren können.

Tom Hanks als Walt Disney: Alles über "Saving Mr. Banks"

Seit den frühen 1940er Jahren bemühte sich Walt Disney um die Filmrechte an P.L. Travers’ Buch „Mary Poppins“. Und es dauerte 20 Jahre, bis er sich die Rechte endlich sichern konnte. Dem fertigen Film war seine holprige Vorgeschichte jedoch nicht im Geringsten anzumerken: ‚Mary Poppins‘ erntete 13 Oscar-Nominierungen und wurde mit fünf Trophäen prämiert.

Mehr zum Thema: Meryl Streep rechnet bei New Yorker Gala mit Walt Disney ab

Mary Poppins’ langer Weg auf die Leinwand beginnt, als Walt Disney (Tom Hanks) seinen Töchter verspricht, ihr Lieblingsbuch zu verfilmen: „Mary Poppins“ von P.L. Travers (Emma Thompson). Bei seinen Bemühungen um die Filmrechte gerät er jedoch an eine dickköpfige Schriftstellerin, die keinesfalls vorhat, ihr magisches Kindermädchen der Hollywood-Maschinerie zum Fraß vorzuwerfen.

Nach jahrelangem Verhandeln kann Disney sie Anfang der 60er Jahre überreden, nach Los Angeles zu kommen und sich seine Ideen für eine Kino-Adaption anzuhören. In diesen kurzen zwei Wochen des Jahres 1961 setzt Walt Disney alle Hebel in Bewegung. Mit fantasievollen Storyboards und den fröhlichen Songs der talentierten Sherman Brüder (Jason Schwartzman & B.J. Novak) startet er eine umfassende Kreativ-Offensive, die bei der kratzbürstigen Travers allerdings keine Wirkung zeigt. Denn P.L. Travers verbindet mit ihrer Titelheldin eine ganz persönliche Geschichte, die bis in ihre Kindheit zurück reicht.

Die starrköpfige Autorin muss sich erst den Geistern ihrer eigenen Vergangenheit stellen, bevor sie Mary Poppins ziehen lassen kann.

SAVING MR. BANKS

Unter der Regie von John Lee Hancock (Blind Side) brillieren in den Hauptrollen die zweifachen Oscar-Preisträger Emma Thompson und eben Tom Hanks. Ihnen zur Seite steht ein hochkarätiger internationaler Cast: Colin Farell  der Oscar-nominierte und mit einem Emmy ausgezeichnete Paul Giamatti (Sideways),  Jason Schwartzman (Moonrise Kingdom), Emmy-Preisträger Bradley Whitford („The West Wing – Im Zentrum der Macht“), die britische Schauspielerin Ruth Wilson (Lone Ranger), B.J. Novak („Inglourious Basterds“), Oscar- und Emmy-Preisträgerin Rachel Griffiths („Six Feet Under“) sowie die mehrfache Emmy-Gewinnerin Kathy Baker („Picket Fences – Tatort Gartenzaun“,).

Pünktlich zum 50. Jubiläum erscheint übrigens der legendäre Musicalfilm „Mary Poppins“ von Regisseur Robert Stevensons am 20. Februar 2014 endlich digital restauriert erstmalig in perfekter Bild- und Tonqualität auf Disney High-Definition Blu-ray™.

Und hier gibt’s ein paar neu zusammengetragene Fakten:

•  ‚Saving Mr. Banks‘ ist der erste abendfüllende Spielfilm über Hollywood-Legende Walt Disney.

• Emma Thompson legte großen Wert auf Authentizität und ließ sich als „Mary Poppins“-Autorin P.L. Travers eigens eine Minipli-Dauerwelle machen, statt eine Perücke zu tragen. Ihr Co-Star Tom Hanks legte sich einen echten Schnurrbart à la Disney zu.

• Schauspieler Jason Schwartzman ist mit 32 Jahren exakt so alt, wie Songwriter Richard Sherman 1961 war – dem Jahr, in dem ‚Saving Mr. Banks‘ spielt. Und sein Filmpartner B.J. Novak ist mit 34 im selben Alter wie Richards Bruder Robert Sherman.

Tom Hanks als Walt Disney: Alles über "Saving Mr. Banks"

•  ‚Saving Mr. Banks‘ wurde komplett in und um Los Angeles gedreht. Zu den unverzichtbaren Schauplätzen zählen Disneyland in Anaheim, das TCL Chinese Theatre (ehemals Grauman’s) in Hollywood, wo 1964 die Premiere von „Mary Poppins“ stattfand, die Disney-Studios in Burbank (1940 offiziell eröffnet; hier entstand auch der gesamte Film von 1964), und die 10000 Hektar umfassende Big Sky Ranch in Simi Valley, die die australische Landschaft des frühen 20. Jahrhunderts „doubelt“.

•  ‚Saving Mr. Banks‘ war erst die dritte Kinoproduktion, die in Disneyland drehen durfte. Zuletzt entstand hier Tom Hanks’ Regiedebüt ‚That Thing You Do!‘ (1996). 1962 drehte Norman Jewison seine erste Regiearbeit ‚Ein Rucksack voller Ärger‘ in dem vor 58 Jahren eröffneten Themenpark.

• Das Gelände der Walt Disney Studios beherbergt eine der größten Studiohallen in ganz Los Angeles. 1963 entstand in der knapp 2900 Quadratmeter großen „Stage 2“ ein Großteil von ‚Mary Poppins‘. Daraufhin wurde sie in „Julie Andrews Stage“ umbenannt.

Tom Hanks als Walt Disney: Alles über "Saving Mr. Banks"

• Für das australische Outback des vergangenen Jahrhunderts schwebte Hancock eine weitläufige Landschaft mit Hügeln und Gebüsch vor. Auf der 10000 Hektar umfassenden Big Sky Ranch in Simi Valley, Kalifornien, fand der erfahrene Location Manager Andrew Ullman den idealen Drehort. Und zwar so überzeugend, dass sich Dean, der Vater der australischen Kinderdarstellerin Annie Buckley, tatsächlich in seiner Heimat wähnte.

• Bei ihren Casting-Terminen in Australien fuhren Regisseur John Lee Hancock und Produzentin Alison Owen bis nach Maryborough, Queensland, wo P.L. Travers aufgewachsen ist.

• Bei ‚Saving Mr. Banks‘  konnte das Filmteam auf ein perfektes Archiv zurückgreifen: Das Walt Disney Family Museum in Presidio, San Francisco, öffnete im Oktober 2009 seine Tore. Zu den Initiatoren zählen Disneys Tochter Diane Disney Miller und sein Enkel Walter E.D. Miller. Das Museum wird von der gemeinnützigen Walt Disney Family Foundation betrieben. Auf 3700 Quadratmetern veranschaulicht die Ausstellung mit neuester Technologie, historischem Material und Artefakten Disneys Lebenswerk.

Tom Hanks als Walt Disney: Alles über "Saving Mr. Banks"

• Kurz bevor die Rückblenden in P.L. Travers’ Kindheit in Australien gedreht wurden, wurde Colin Farrell (der ihren Vater spielt) bewusst, dass er gar keine Gelegenheit haben würde, seine Co-Stars zu treffen, die auf der anderen Handlungsebene anno 1961 im Einsatz waren. Also richtete Farrell in seinem Haus in Hollywood ein Dinner für die Kollegen aus, inklusive einer Privatvorführung von „Mary Poppins“. Rund 25 Leute kamen und verbrachten einen tollen Abend miteinander – und mit dem zeitlosen Klassiker.

• Im Film betritt P.L. Travers (Emma Thompson) ihre Hotelsuite in Beverly Hills und fällt fast über Unmengen von Disney-Fanartikeln – dank Bühnenbildnerin Susan Benjamin, die die Suite mit allem Erdenklichen vollstopfte, von einer 1,80 Meter großen Mickey Mouse bis zu Luftballons. Das brachte Sean Bailey, Produktionschef der Walt Disney Studios, auf die Idee, Emma Thompson einen Streich zu spielen: Er dekorierte auch ihr Hotelzimmer in Los Angeles mit allem, was er an Disney-Merchandise in die Finger bekam. Eine Woche später erhielt Bailey ein Dankesschreiben von Thompson – mit der Frage, ob man irgendwo in ihrer Suite eine Videokamera versteckt habe, um ihr Gesicht zu sehen!

OK

Hinweis: Durch Nutzung von klatsch-tratsch.de stimmen Sie der Verwendung von Cookies für Analysezwecke, personalisierte Inhalte und Werbung zu. Mehr erfahren