Tom Schilling ist „Fabian“: Reise in die Welt der Berliner Exzesse

Tom Schilling ist "Fabian": Reise in die Welt der Berliner Exzesse
Tom Schilling ist "Fabian": Reise in die Welt der Berliner Exzesse

©Lupa Film Hanno Lentz/ DCM

11.02.2021 21:15 Uhr

Mit der Interpretation von Erich Kästners Roman "Fabian oder Der Gang vor die Hunde" ist Meisteregisseur Dominik Graf erneut im Wettbewerb der Berlinale vertreten. Die Hauptrolle spielt Tom Schilling.

„Fabian oder Der Gang vor die Hunde“ basiert auf Erich Kästners 2013 neu betitelten Bestseller „Der Gang vor die Hunde“ (Vorher: Fabian. Die Geschichte eines Moralisten, 1931), auf dessen Grundlage Regisseur Dominik Graf und Constantin Lieb (Asphaltgorillas) das Drehbuch schrieben. Das Ursprungswerk war stark zensiert worden.

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Darum geht’s in „Fabian“

Berlin, 1931. Jakob Fabian (Tom Schilling) arbeitet tagsüber in der Werbeabteilung einer Zigarettenfabrik und driftet nachts mit seinem wohlhabenden Freund Labude (Albrecht Schuch) durch Kneipen, Bordelle und Künstlerateliers. Als Fabian die selbstbewusste Cornelia (Saskia Rosendahl) kennenlernt, gelingt es ihm für einen kurzen Moment seine pessimistische Grundhaltung abzulegen. Er verliebt sich. Doch dann fällt auch er der großen Entlassungswelle zum Opfer, während Cornelia dank ihres Chefs und Verehrers Karriere als Schauspielerin macht. Ein Arrangement mit dem sich Fabian schwer abfinden kann. Aber nicht nur seine Welt gerät aus den Fugen.

Tom Schilling ist "Fabian": Reise in die Welt der Berliner Exzesse

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Großartige Besetzung

In den Hauptrollen: Tom Schilling als Fabian (Werk ohne Autor, Oh Boy), aktueller European Shooting Star Albrecht Schuch als Labude (Berlin Alexanderplatz) und Saskia Rosendahl als Cornelia (Werk ohne Autor) zu sehen. Weitere Rollen übernehmen unter anderem die großartige Meret Becker, Michael Wittenborn, Petra Kalkutschke, Eva Medusa Gühne und Elmar Gutmann.

„Ich bin stolz, mit der Verfilmung eines Berliner Romans von 1931, geschrieben von Erich Kästner in gefährlicher Zeit, an dieser besonderen Berlinale 90 Jahre später teilnehmen zu können“, so Dominik Graf. „Das Kino ist für mich immer noch ein utopischer Ort des Erzählens, ohne Vorgaben und ohne Formate.“

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Ein Film für die große Leinwand

Der junge Produzent Felix von Boehm fügt hinzu: „Das Berlin, das Graf in seiner Kästner Adaption ‚Fabian‘ beschreibt, ist so vielschichtig und überraschend, dass es nach der großen Leinwand verlangt. Die Einladung in den Wettbewerb der Berlinale ist daher auch unter den geltenden Bedingungen eine große Wertschätzung für unseren Film in einer Zeit, die dem Kino an den Kragen will.“

Der Film soll 2021 deutschlandweit in die Kinos kommen, pandemiebedingt traut sich beiden Verleihern niemand mehr, einen Termin zu nennen.