Tom Schilling: „Man wird als Schauspieler geboren, das kann man nicht lernen“

Tom Schilling: "Man wird als Schauspieler geboren, das kann man nicht lernen"
Tom Schilling: "Man wird als Schauspieler geboren, das kann man nicht lernen"

© IMAGO / Future Image

11.08.2021 08:40 Uhr

Der Berliner TV- und Kinostar Tom Schilling glaubt, dass man Schauspielen nicht lernen kann.

Vor einigen Jahren ist der Schauspieler von der „GQ“ zum bestangezogenen Schauspieler gekürt worden. Doch vor allem auch als Schauspieler wurde er immer wieder ausgezeichnet. Ein Job zum Erlernen sei es aber nicht, so Schilling im Interview mit der „FAZ“.

Die Qualität bei der Schauspielerei ist immer gleich gut

Da sagte er: „Ich würde behaupten, die Qualität der Schauspieler ist immer gleich gut. Man wird als Schauspieler geboren, das kann man nicht lernen. Man kann es verfeinern, Techniken lernen, sich in verschiedene Richtungen entwickeln, aber ein gewisser Hang, eine Berufung dafür ist angeboren. Begnadete Schauspieler und Schauspielerinnen kommen immer wieder nach, die Frage ist nur, ob die Qualität bei den tatsächlich verfilmten Drehbüchern da ist.“

Vor einiger Zeit konnte der Schauspieler nach dem Lockdown dann endlich wieder drehen. Schilling dazu: „Es war schön. Wir hatten eine Woche im März gedreht, und dann gab es den Lockdown in Österreich. Das war eine sehr schöne Zeit für mich, ich war viel für meine Kinder da. Als es wieder losging, war die Stimmung sehr gut. Wir hatten einen wunderbaren Sommer in Wien. Bis der Herbst und der nächste Lockdown kamen.“

Tom Schilling ist sehr wählerisch bei Rollen

Auf die Frage, wie er mit Schaffenskrisen umgehe, antwortete der Schauspieler: „Ich arbeite immer weniger. Ich muss mir bei Rollen sehr sicher sein. Es gibt zwei Wege. Man dreht wirklich alles und legt einen gewissen Anspruch ab. Oder aber man wartet lange auf die richtigen Stoffe, die richtigen Rollen. Nur führt dieser Weg bei mir dazu, dass ich seit einem Jahr keinen Film mehr gedreht habe. An dieser Stelle sollte ich meiner Frau danken, die sehr viel arbeitet und das Geld verdient.“

Im Kino ist Schilling derzeit im viel gelobten 3-Stunden-Film „Fabian oder Der Gang vor die Hunde“ zu sehen. (Bang/KT)