Sonntag, 13. Oktober 2019 21:18 Uhr

Transformers-Star Isabela Moner: „Ich wurde schon mit elf Jahren erwachsen“

imago images / Eyepix Group

Im zarten Alter von 13 Jahren wurde Isabela Moner als CJ Martin mit der US-Serie „100 Dinge bis zur Highschool“ berühmt. Zwei Jahre später gab sie als Jeanne in „School Survival: Die schlimmsten Jahre meines Lebens“ ihr großes Leinwand-Debüt und stand kurz darauf neben Hollywood-Star Mark Wahlberg in „Transformers 5: The Last Knight“ vor der Kamera – seitdem ist sie nicht mehr zu bremsen.

Mit gerade einmal 18 Jahren übernahm Isabela nun ihre erste große Hauptrolle in „Dora und die goldene Stadt“ (seit Donnerstag im Kino). Ihre Film-Mutter Eva Longoria schwärmt in den höchsten Tönen von ihr und hält sie schon jetzt für eine der ganz Großen in Hollywood.

Warum Sie ihrem Alter schon immer voraus war, wie sie es schafft, sich in Hollywood selbst treu zu bleiben und wovor sie am meisten Angst hat, hat Isabela klatsch-tratsch.de im exklusiven Interview in New York verraten.

Transformers-Star Isabela Moner: "Ich wurde schon mit elf Jahren erwachsen"

Foto: Paramount Pictures

Dora liebt es, Neues zu erkunden. Sie auch?
Wenn wir im Familienurlaub sind, reiße ich meistens aus und erkunde die Ortschaft. Unsere letzte Reise ging nach Peru, dort sah ich pinkfarbene Delphine. Jemand wollte mir weiß machen, dass es normale Delphine sind, die einen Sonnenbrand haben (lacht). Das hab ich natürlich nicht geglaubt.

Warnen Ihre Eltern Sie, bevor Sie auf Erkundungstour gehen?
Nein, sie vertrauen mir und fremde Kulturen bereiten ihnen keine Angst. Die größte Angst haben sie vor Hollywood.

Weil sie Angst um Sie haben?
Sehr große sogar. Sie wollten nicht, dass ich in dieser Branche arbeite. Meine Mutter hat sich dann irgendwann überwunden und eingewilligt. Das hat sie eine Menge Mut gekostet, aber sie ist der einzige Grund, wieso ich jetzt in diesem Interview sitzen kann. Sie ist 24 Stunden am Tag an meiner Seite. Ohne meine Mutter würde ich das hier alles gar nicht schaffen.

Fühlten Sie Sich in Hollywood am Anfang verloren?
Und wie. Latinas hatten in Hollywood früher kaum eine Chance. Ich fühlte mich, als ob ich nicht wirklich dazu passen würde. Vor zehn Jahren wäre ein Film wie „Dora und die goldene Stadt“, in dem nur Latinos mitspielen, ein Traum für alle gewesen. Dieser Traum hat sich jetzt endlich verwirklicht.

Ist es hart, sich in Hollywood selbst treu zu bleiben?
Gott sei Dank kann ich die Leute, die nur wegen des Ruhms in Hollywood sind von denen unterscheiden, die wegen ihres Talents hier sind. Solange ich diesen Unterschied sehen kann, kann ich mir selbst treu bleiben.

Eva Longoria, die in „Dora und die goldene Stadt“ Ihre Mutter spielt, sagte in einem Interview, dass Sie mit Ihren 18 Jahren schon jetzt ein großer Filmstar sind. Haben Sie schon alles erreicht, was Sie Sich erträumt haben?
(lacht). Wow, es ist eine große Ehre für mich, so ein Kompliment von Eva Longoria zu bekommen. Ich finde sie toll und habe sie immer bewundert. Ja, ich habe meinen Traum schon längst erfüllt. Meine Träume waren viel kleiner. Ich bin ein normales Mädchen aus dem Bundesstaat Ohio, ohne reiche oder berühmte Eltern. Die Chancen standen nicht unbedingt gut für mich.

Transformers-Star Isabela Moner: "Ich wurde schon mit elf Jahren erwachsen"

Eva Longoria, Isabela Moner and Michael Peña. Foto: Paramount Pictures

Dora ist 16 und steht vor jeder Menge Herausforderungen. Was waren die größten Herausforderungen für Sie , als Sie 16 Jahre alt waren?
Jungs (lacht). Ich habe gelernt, dass die wahren Herausforderungen erst mit dem Alter kommen. Wenn ich jetzt zurückblicke, wünsche ich mir, ich würde mir heute nur wegen eines Jungen Gedanken machen müssen (lacht).

Vermissen Sie die Arglosigkeit eines Teenagers?
(überlegt) Ich wurde schon mit elf Jahren quasi erwachsen. Ich habe anderen Jugendlichen gegenüber ein Vorteil.

Wieso das?
Ich glaube es kam, als ich in der Schule eine Klasse übersprungen habe. Und dann noch eine (lacht). Ich bin irgendwie extrem intelligent. Aber aus diesem Grund war ich eben auch immer von älteren Leuten umgeben. Ich weiß noch genau, als alle Mädchen aus meiner Klasse ihre Periode bekommen haben, nur ich nicht. Ich habe mich damals so geärgert. (lacht)

Transformers-Star Isabela Moner: "Ich wurde schon mit elf Jahren erwachsen"

Foto: Paramount Pictures

Sie strahlen so ein starkes Selbstbewusstsein aus. Haben Sie keine Angst, dass sich die Türe zu Hollywood auch wieder schließen könnte?
Ich bin von Natur aus ziemlich entspannt und einfach dankbar für alles, was sich ergibt. Ich weiß, dass viele Schauspieler engagierter sind, aber ich versuche, mich nicht zu verstellen, um erfolgreicher zu sein. Ich bin so wie ich bin und entweder mögen mich die Leute dafür oder eben nicht. Für die Musikindustrie funktioniert diese relaxte Art besser (lacht).

Apropos Musik. Bekommen wir bald etwas von Ihnen zu hören?
Ich habe immer gesagt, ich will meine Musik-Kariere erst starten, wenn ich 18 bin. Das bin ich jetzt Gott sei Dank. Ich schreibe meine eigene Musik und kann es kaum erwarten, auf der Bühne zu stehen, um sie mit den Fans zu teilen.

Transformers-Star Isabela Moner: "Ich wurde schon mit elf Jahren erwachsen"

Jeff Wahlberg, Nicholas Coombe, Isabela Moner & Madeleine Madden. Foto: Paramount Pictures

Wollen Sie die Schauspielerei dann an den Nagel hängen?
Nein, aber ich werde über Rollenangebote extrem gut nachdenken und nur die annehmen, die ich auch wirklich von Herzen spielen will. Ich möchte mich echt ein bisschen auf meine Musik konzentrieren.

Wollten Sie schon immer Sängerin oder Schauspielerin werden?
Ich habe schon gesungen bevor ich sprechen konnte. Damals habe ich meinen Stofftieren im Kinderbett immer irgendwelche Melodien vor gesummt. Die Musik habe ich wohl einfach im Blut, die Schauspielerei kam später. Mein Vater hat damals mit Absicht kein Kabelfernsehen anschließen lassen. Er wollte, dass wir rausgehen und uns in der Natur aufhalten. Ich ging dann meistens zur Bücherei, um mir dort Filme auszuleihen. Natürlich Monate nachdem sie veröffentlicht wurden. Meine Freunde lachten immer über mich, als ich ihnen von einem ‚brandneuen‘ Film erzählte, den sie schon vor Ewigkeiten im Kino gesehen hatten. Mein Lieblingsfilm war ‚Der Zauberer von Oz‘. Es ist lustig, dass ich genau diesen Beruf gewählt habe.

Was ist der beste Ratschlag, den Ihnen Ihre Eltern gegeben haben?
Behalte deine Familie und deine Freunde nahe bei dir. Meine größte Angst ist, alleine zu sein.

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