Trent Reznor giftet gegen Marilyn Manson – weitere Frau meldet sich

Seit Jahrzehnten zerstritten: Marilyn Manson (l.) und Trent Reznor (stk/spot)

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05.02.2021 11:47 Uhr

Auch Marilyn Mansons ehemaliger Mentor Trent Reznor hat sich zu den Vorwürfen gegen den Schockrocker zu Wort gemeldet. Zerstritten sind sie schon seit Jahrzehnten.

Vor vielen Jahren hat Trent Reznor (55), Frontmann der Nine Inch Nails, einen jungen, unbekannten Goth-Rocker namens Marilyn Manson (52) unter seine Fittiche und bei seinem Label Nothing Records unter Vertrag genommen. Doch schon vor langer Zeit sind aus den Kollegen und Freunden Feinde geworden. Ein Umstand, den Reznor im Zuge der öffentlich gewordenen Missbrauchsvorwürfe gegen Manson noch einmal in einem Statement gegenüber der Seite „Pitchfork“ betont.

„Schon seit Jahren tue ich mein Missfallen über Manson als Mensch kund und habe mit ihm schon vor fast 25 Jahren gebrochen.“ Warum sich Reznor überhaupt dazu gezwungen sieht, sich in der Angelegenheit zu äußern, liegt auf der Hand. Seit Mansons Ex-Freundin Evan Rachel Wood von Missbrauch während ihrer Beziehung zum Schockrocker berichtet hat, kursiert eine Passage von Mansons Autobiografie „The Long Hard Road Out of Hell“ durchs Netz. Darin wird angedeutet, dass sich Manson und Reznor in den 90er Jahren an einer alkoholisierten Frau vergangen haben sollen.

Reznor zu diesem Sachverhalt: „Wie ich schon damals festgehalten habe, ist die Passage aus Mansons Biografie frei erfunden. Ich war außer mir und fühlte mich angegriffen als es erschien und empfinde auch heute noch so.“

Musikerin Phoebe Bridgers mit schrecklichem Vorwurf

Derweil meldete sich in Person von Musikerin Phoebe Bridgers (26) eine weitere Frau zu Wort. Sie berichtet per Tweet von einem Vorfall, der sich zugetragen haben soll, als sie noch Teenagerin war und mit Freunden zu Gast in Mansons Haus war. „Ich war ein großer Fan. Dann nannte er einen Raum in seinem Haus den ‚Vergewaltigungs-Raum‘. Ich dachte, das sei nur sein verquerer Proleten-Humor. Ich hörte auf, ein Fan zu sein“, schreibt Bridgers. Zu einem Übergriff ihr gegenüber ist es aber offenbar nicht gekommen.

Und weiter: „Das Label wusste es, das Management wusste es, die Band wusste es. Sich jetzt davon zu distanzieren und so zu tun, als sei man geschockt und entsetzt, ist verdammt erbärmlich.“ Auch sie stehe allen Frauen bei, die sich gegen Manson zu Wort gemeldet haben und von Missbrauch bis hin zu Vergewaltigung während ihrer Beziehung zum Schockrocker berichtet haben.

(stk/spot)