"100.000 Mark Show" kehrt zurückTV-Comeback: Ulla Kock am Brink hat „keine Angst vor Emotionen“

Ulla Kock am Brink moderiert erneut die "100.000 Mark Show". (jom/spot)
Ulla Kock am Brink moderiert erneut die "100.000 Mark Show". (jom/spot)

RTL / Guido Engels

SpotOn NewsSpotOn News | 02.09.2022, 14:17 Uhr

Ulla Kock am Brink feiert mit der "100.000 Mark Show" eine Rückkehr ins TV. Im Interview spricht sie über das überraschende Comeback nach mehr als 24 Jahren und die Vorzüge der aktuellen Retro-Welle im Fernsehbereich.

Ulla Kock am Brink (61) kehrt nach mehr als 24 Jahren am 4. September (20:15 Uhr bei RTL) mit der „100.000 Mark Show“ zurück ins TV. Im Interview mit der Nachrichtenagentur spot on news erklärt die Moderatorin, auf was sich die Zuschauer bei dem Comeback freuen können und wie sie die aktuelle Retrowelle im Fernsehbereich einschätzt. Zudem erzählt sie, wie es ihr in den vergangenen Jahren ergangen ist und welche wichtige Rolle ihr Mann in ihrem TV-Comeback spielt.

Im September kehren Sie mit der „100.000 Mark Show“ zurück. Sollte es nicht lieber „100.000 Euro Show“ heißen?

Ulla Kock am Brink: Es wäre vielleicht korrekter, aber schöner, weil 100 Prozent Retro, finde ich die Bezeichnung „100.000 Mark Show“. Schließlich spielen wir eins zu eins die alte Show, mit den spannendsten Original- Spielen. Aber das in modernerem Gewand, was hoffentlich auch für meine Outfits gilt (lacht).

Hätten Sie selbst je gedacht, dass Sie die Show noch einmal moderieren würden?

Kock am Brink: Nach dem nicht sehr erfolgreichen Versuch im Jahr 2008 die „100.000,- Show“ als Miniatur-Format wiederauferstehen zu lassen, habe ich mich zum einen darüber gefreut, dass die Zuschauer diese Maxi-Verkleinerung bemerkt haben und es nicht akzeptiert wurde. Zum anderen hat dieser Versuch aber auch dazu beigetragen, dass ich das Kapitel für abgeschlossen hielt.

Was sind Ihre liebsten Erinnerungen aus der damaligen Zeit?

Kock am Brink: Oh, das sind jede Menge! Das tolle Team, die vielen lustigen Begebenheiten abseits der Aufzeichnungen sind mir noch sehr präsent. Die ungeheure Begeisterung und Energie des Publikums im Studio, die unsere Kandidaten zu Höchstleistungen angespornt haben. Kandidaten, die mich und uns oft komplett überrascht haben, indem sie unerwartet Risikofreude, perfekte Intuition, manchmal auch Strategien entwickelt haben. Und die Wahnsinnsfreude, wenn ein Spiel gewonnen wurde. Es ging vielen Kandidaten in erster Linie darum, zu zeigen, dass sie durchkommen – das Geld war Ansporn, aber oft nicht der Grund für eine Teilnahme bei der Show.

Wie nervös sind Sie vor dem Comeback?

Kock am Brink: Ich freue mich auf die Produktion, auf das Publikum im Studio und die hochmotivierten Kandidaten. Bei der ersten Aufzeichnung muss ich gucken, wohin ich meine Emotionen packe – das wird mich bestimmt berühren. Aber ich bin bekannt dafür, mich nur sehr bedingt verstellen zu können und habe keine Angst vor Emotionen, solange ich nicht das sorgfältige Make-up völlig ruiniere…

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Was ändert sich in der Show, was bleibt gleich?

Kock am Brink: Die Wassersäule, der heiße Draht, die Buchstabenwand, das Pentagon… all diese Kultspiele bleiben uns erhalten. Und wir mischen sie mit den modernisierten Best-Of-Spielen aus den 90ern. Die Studiotechnik ist natürlich auf dem Stand 2022, die Licht- und Soundeffekte sind vom Feinsten, es wurde an der perfekten Umsetzung hart gearbeitet und an nichts gespart.

Geplant sind erstmal vier Shows. Hoffen Sie auf weitere Folgen?

Kock am Brink: Das wird sich zeigen! Momentan ist der Sendeplatz auf den Sonntag (20:15 Uhr) gelegt – ein hartes Umfeld erwartet uns, weil wir alle gern den Sonntagskrimi oder Wohlfühlfilme am Sonntag gucken – das ist gelernt. Die Programmierung und Schlagzahl untersteht der Verantwortung des Senders. Anscheinend hat RTL so viel Vertrauen in die Qualität der Show, dass sie an einen Erfolg trotz starker Gegenprogramme glauben. Ist doch auch was!

Die „100.000 Mark Show“ reiht sich in eine Reihe mit vielen TV-Comebacks ein. Wie beurteilen Sie die aktuelle Retro-Welle im TV?

Kock am Brink: Das sehe ich entspannt positiv. Warum soll man nicht eine Retro-Welle genießen dürfen? Es muss ja nicht für immer sein. Die 90er sind momentan angesagt. Die Highlights der TV-Unterhaltung wiederzubeleben, ist eine natürliche Reaktion und ein schönes Angebot. Und ein bisschen Eskapismus in die (vermeintlich) guten 90er schadet nicht in einer Zeit, die von Energiekrise, Klimawandel und Krieg in Europa derzeit bestimmt wird.

Was glauben Sie, warum setzen die Sender wieder auf Ihre guten alten Zugpferde?

Kock am Brink: Ich sehe mich nicht als ein Zugpferd, schon gar nicht alt. Gut lass ich gern stehen.

Welche Sendung sollte Ihrer Meinung nach ebenfalls ein Comeback bekommen?

Kock am Brink: Die 90er gingen so rasend schnell vorbei, weil ich dauernd beruflich unterwegs war. An zwei Sendungen erinnere ich mich aber sehr gern: „Nur die Liebe zählt“ mit Kai Pflaume und“ RTL Samstag Nacht“. Dafür würde ich heute noch den Fernseher einschalten.

Wie ist es Ihnen in den vergangenen Jahren ergangen, was haben Sie gemacht?

Kock am Brink: Mir geht es sehr gut, ich habe alles, was ich zum Leben brauche, bin gesund und dankbar dafür. Ich habe in den letzten Jahren mehrere fiktionale Serien geschrieben, war als Coach für Moderationstalente tätig und habe ansonsten mein Leben genossen.

Wie findet Ihr Mann Ihre Comeback-Pläne, wie unterstützt er Sie?

Kock am Brink: Er ist mein ständiger Rückhalt, er berät mich, sitzt auch im Publikum während der Aufzeichnungen und gibt mir die nötige Sicherheit.

Gibt es noch andere Projekte, an denen Sie aktuell arbeiten?

Kock am Brink: Im Oktober erscheint meine Biographie, die ich in den letzten Jahren verfasst habe: „Die Glücksritterin. Leben ist, wenn man trotzdem lacht. Geschichten und Erinnerungen an mein sehr schönes Leben“.