Mittwoch, 4. April 2018 21:00 Uhr

Tye Sheridan: Der Star aus „Ready Player One“

Der texanische Tye Sheridan ist mit seinen 21 Jahren schon ein alter Hase im Showbiz. Tye hatte sein Filmdebüt mit 14 in „The Tree Of Life“ von Kultregisseur Terrence Malick. Der ist bekannt dafür, seinen Schauspielern kein Drehbuch vorzulegen, weil er die Natürlichkeit der Darstellung erhalten möchte.

Tye Sheridan: Der Star aus "Ready Player One"

Foto: Warner Bros.

Malick ist ebenfalls berühmt dafür, ein Pedant und unerbittlich zu sein, was zu vielen Szenenwiederholungen führt. Für ein Kind von 14 Jahren, das in „The Tree Of Life“ von seinem religiös entrückten Vater (Brad Pitt) getriezt und für jedes bisschen Spaß drakonisch bestraft wird, kann das Prozedere, Filme so pingelig zu drehen, genial oder auch die Hölle sein. Tye Sheridan hat in dem wirklich schwierigen philosophischen Filmessay „The Tree Of Life“ neben Stars wie Brad Pitt und Jessica Chastain, welche seine Eltern spielen, mit Bravour bestanden. Kein schlechter Start für einen Anfänger gleich mit der Creme de la Creme im Hollywoodbusiness loszulegen!

Sheridans Performance wurde von den Kritikern durchweg gelobt. Aber wer auf so hohem Niveau durchstartet, hat mit den Nachfolgeprojekten ein Problem: die Gefahr, dass es von nun an bergab geht. Ein Jahr später, 2012 legt Tye in Sachen Schauspiel nach.

Er dreht mit Regisseur Jeff Nicols „Mud“ und wird auch mit diesem Spielfilm nach Cannes eingeladen. In „Mud“ dreht sich alles darum, wie zwei Jungs einem Flüchtling helfen, von einer Insel wegzukommen. Dieser Flüchtling wird wieder von einem Hollywoodstar der A-Kategorie gespielt: Matthew McConaughey.

Tye Sheridan: Der Star aus "Ready Player One"

Foto: Warner Bros.

Tye drehte schon mit großen Stars

Wieder ist Tye von Topdarstellern umgeben und es ist was dran an dem Kalenderspruch, dass man mit seinen Aufgaben wächst. Tye ist jetzt 15 und verbessert sich in den kommenden Filmen kontinuierlich. Das nächste Projekt ist wieder eins mit Goldstaub. In „Joe – die Rache ist sein“ spielt Tye Sheridan einen Rumtreiber, der ausgerechnet in einem Ex-Knacki einen neuen Vater sehen möchte. Sein Partner ist kein geringerer als Oscar-Preisträger Nicolas Cage. Für die Darstellung des Joe heimste Tye den Nachwuchsdarstellerpreis bei den Festspielen in Venedig ein. Nicht schlecht für für einen Teenager!

Tye Sheridan: Der Star aus "Ready Player One"

Olvia Cooke als Samantha und Tye Sheridan als Wade in „Ready Player One“. Foto: Warner Bros.

2016 mischt Tye im „X-Men – Apocalypse“ als Mutant Scott Summers/Cyclops mit. Das war sicher neben dem beeindruckenden festen Ensemble um Stars wie James Mcavoy, Hugh Jackman oder Jennifer Lawrence auch wegen der unglaublich vielen Spezialeffekte ein technisch enorm herausforderdes Projekt.

2018 ist Tye Sheridan, wie es aussieht, im absoluten Filmolymp eingetroffen: Steven Spielberg hat gerufen und da lässt man natürlich alles stehen und liegen! Spielbergs „Ready Player One“ startet am 5. April 2018 in den Kinos. Spielberg ist zweifelsfrei eine Regie-Ikone, der mit „Der weiße Hai“, „E.T“ und „Schindlers Liste“ hat er wie kein 2. Regisseur bereits Filmgeschichte geschrieben hat und weiterhin fleißig dabei ist.

Erst in diesem Frühjahr startete seine Verfilmung „Die Verlegerin“, in der sich alles um Pressefreiheit in Zeiten des Vietnamkriegs dreht. Nach diesem sehr politischen Film legt Spielberg mit „Ready Player One“ einen sehr verspielten Film vor.

In der Welt der Avatare

„Ready Player One“ hat eine sehr erfolgreiche Buchvorlage und spielt in der digitalen Welt im Jahr 2045. Das analoge Leben ist öde und nicht mehr besonders lebenswert, also flüchtet man am besten in jeder freien Minute in ein An-Stelle-von-Leben: in die Welt der Avatare. Tye Sheridan ist ein Spieleteilnehmer, der süchtig ist, sich in das OASIS-Universum einzuloggen.

Tye Sheridan: Der Star aus "Ready Player One"

Foto: Jack Plunkett

Alles was die eigene Fantasie hergibt und nicht die Begrenzung des Spieleentwicklers, ist hier möglich. Und Tye Sheridan als Wade Owen Watts/Parzivalhat das größte Potential, der Nachfolger des Spieleerfinders zu werden. Was für eine schöne Entwicklung dieses jungen Schaupielers: vom gepiesackten Kind, das sich seinem Vater bedingungslos unterordnen muss zum Erschaffer eines Universums nach eigenen Regeln. (Katrin Wessel)

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