15.11.2020 19:58 Uhr

Um Wendler wird’s einsamer: Sein Manager hat die Schnauze endgültig voll

Vor einigen Wochen saß Michael Wendlers Manager Markus Krampe weinend in Oliver Pochers TV-Show und konnte es, wie so viele andere, nicht fassen, was im Kopf des Schlagersängers plötzlich vor sich ging. Heute meldete er sich mit überraschenden News.

imago images / Lumma Foto

Wendler warf Anfang Oktober mit kruden Verschwörungstheorien um sich, gab ohne Absprache mit RTL großspurig seinen Rücktritt als Juror von „DSDS“ bekannt und versprach, „nie wieder zurück nach Deutschland zu kommen“. Der Messenger-Dienst „Telegram“ war fortan seine neue Heimat. Krampe blieb trotz all dieser wirren Aktionen Michaels Manager und auch von dessen Ehefrau Laura Müller.

Letzte Woche erst ruderte Michael Wendler halbseiden reuevoll zurück, entschuldigte sich sogar öffentlich bei RTL – kurz darauf postete er wieder seltsame Trump-und Corona-Postings auf seiner Instagram-Seite. Nun hat Markus Krampe eine Entscheidung getroffen. Wie er heute auf seinem Insta-Account bekanntgab, beendet er die Zusammenarbeit mit dem Sänger. Es ist nicht das erste Mal.

Vergebliches Warten auf eine Entschuldigung

„Ich habe mit meinem Team sehr viel Arbeit in das Ganze investiert, doch Michael Wendler hat sich nie bei meinen Leuten entschuldigt. Als ich versucht habe, die Scherben zusammenzufegen in letzter Zeit, habe ich so viele brisante Dinge erfahren, die ich so nie erwartet hätte und die ich als Manager und Freund nicht mehr vertreten kann. Eine Künstler-Manager-Beziehung lebt immer sehr von Vertrauen und das ist von meiner Seite nicht mehr gegeben. Und deswegen werde ich mit dem heutigen Tag das Management von Michael Wendler aufgeben.“

„Schade, dass du eingeknickt bist“

Krampe „wünsche ihm alles Gute“ und hofft, „dass er wieder zu sich findet“. Details wollte Krampe nicht nennen. „Ich will nach einer Trennung nicht mit Dreck schmeißen, deshalb benenne ich diese nicht konkret. Aber sie sind gravierend“, sagte er der „Bild“-Zeitung.

Vom Wendler gab es daraufhin überraschend zügig eine Reaktion.

Der 48-Jährige hatte zwar letzte Woche verkündet, sich von Telegram, dem bevorzugten Dienst für alle Aluhutträger, zurückzuziehen. Dort ist er aber inzwischen wieder zurückgekehrt.

Nachdem der gefallene Sänger seine Haus- und Hofsender RTL auf besonders hinterhältige Art und Weise brüskiert hatte, in dem er Verträge einseitig und ohne vorherige Absprache mitten in einer TV-Produktion brach, wirft er genau dies nun in einer Audiobotschaft seinem Manager vor! Dazu postete er einen Screenshot von Krampes Video, schrieb dazu: „Schade, dass du eingeknickt bist. Er hatte nicht den Anstand, diesen Schritt mit mir vorher zu besprechen!“ Ach?

Um Wendler wird's einsamer: Sein Manager hat die Schnauze endgültig voll

Telegram/Michael Wendler

Demagogische Reaktion von Wendler

Auf Telegram sagte er am frühen Sonntagabend verzweifelt in seiner hastigen Mitteilung: „Markus Krampe hat heute mein Management niedergelegt, leider ohne dieses vorher mit mir zu besprechen oder anzukündigen. Das hat er ja schon zweimal in der Vergangenheit getan. Dass das ein drittes Mal passiert, finde ich sehr bedauerlich, weil er ja ganz genau weiß in welcher Situation Deutschland ist und auch die Welt.“ Wendler, der offenbar begriffen hat, dass es immer einsamer um ihn wird, fügt in bewährter Demagogen-Manier hinzu: „Ich hoffe dass es einige unter Euch gibt, die Markus Krampe mal kontaktieren und ihm klar machen, auf welche Seite er sich gestellt hat.“

Vor dem Hintergrund der Erklärung von Krampe dürfte auch klar sein, dass Universal Music offenbar nicht länger bereit ist, mit Wendler zusammenzuarbeiten. Mit dem Marktführer hatte der Musiker erst im Frühjahr eines Mehrjahresvertrag abgeschlossen. Und womöglich hat Krampe die letzten Tage erfolglos versucht da noch was zu kitten. Ein Insider zu klatsch-tratsch.de: „Es sollte eine Veröffentlichung mit Fanbox geben. Aber die wurde gestrichen.“

Galerie

Der Wendler allein zu Haus?

Mit dem Cut durch Krampe fehlt Wendler nun endgültig der verlängerte Arm in Deutschland. Kein Depp mehr da, der für ihn die Kastanien aus dem Feier holt,  während der Sänger von Florida aus zusieht, als ginge ihn das alles nichts an! Neue Jobs hierzulande dürften damit in weite Ferne gerückt sein.

Die beiden Herren hatten 2009 ihre Zusammenarbeit begonnen. 2012 zog Krampe erstmals die Reißleine. Schon damals sagte der Manager zu der Begründung: „Nicht überbrückbare, grundsätzliche unterschiedliche Auffassungen über zukünftige Projekte haben mich zu diesem Schritt bewegt“. (SV/PV)