Donnerstag, 30. Januar 2020 11:35 Uhr

Unechte Profile im Netz sofort erkennen! So geht’s

Foto: Kaspars Grinvalds/Shutterstock

Wer im Internet Menschen kennenlernt, ohne diese vorher getroffen zu haben, der kann an Fake-Profile geraten. In diesem Fall steckt hinter dem hübschen Profilbild und der sympathischen Beschreibung eine ganz andere Person, als zunächst angenommen. Doch es gibt Mittel und Wege, um Fake-Profile zu entlarven.

Bilder sagen mehr als Worte

Wer auf ein attraktives Bild von einem potenziellen Partner stößt, der verfällt im ersten Moment vielleicht in eine Euphorie und schreibt denjenigen sofort an. Doch Verbraucher sollten an dieser Stelle vorsichtig sein und das Bild dazu nutzen, mögliche Fake-Profile schneller zu erkennen.

Mit der Rückwärtssuche von Google kann zum Beispiel ein Bild dazu verwendet werden, um seinen wahren Ursprung zu finden. Während des Suchlaufes versucht die Suchmaschine alle Websites zu finden, auf welchen entweder das gleiche oder ein ähnliches Bild auftaucht.

Wenn das Bild auch noch an andere Stelle erscheint, so kann es sich entweder um die betreffende Person handeln, welche auch noch auf weiteren Portalen angemeldet ist oder aber: Es handelt sich um ein fremdes Bild, das dreist dazu verwendet wurde, eine falsche Identität vorzugaukeln.

Leider funktioniert die Rückwärtssuche nicht immer. Inzwischen lassen sich mithilfe von einer geeigneten Software nämlich Bilder erstellen, die stark verändert werden und dennoch auf einem fremden Bild basieren. Diese Fälle können durch die Rückwärtssuche nicht gefunden werden.

Verdächtige Motive am besten aussortieren

Wenn das Foto auf dem Profil zu hochwertig aussieht, dann kann es sich eventuell um einen Fake handeln. Natürlich ist es auch möglich, dass die betreffende Person Model ist oder die Bilder von einem Profi hat anfertigen lassen. Doch meistens handelt es sich schlicht um ein Fake-Profil. Wer auf der sicheren Seite sein möchte, kann sich weitere Bilder zusenden lassen.

Auch sehr freizügig Bilder deuten auf eine unechte Person hin. Nur die wenigsten „echten“ Menschen würden öffentlich einsehbare Fotos auf Portalen einstellen, die allzu offenherzig sind. Handelt es sich allerdings um Plattformen, die ganz klar auf Geschlechtsverkehr abzielen, ist auch das kein eindeutiges Zeichen, sondern lediglich ein mögliches Indiz.

Fake-Profile von Betreiber erstellt

Leider gibt es inzwischen nicht mehr nur private Nutzer, die anderen Personen eine falsche Identität vorgaukeln. Auch die Betreiber von Dating-Plattformen erstellen sogenannte Animationen. Hierbei handelt es sich um erdachte Identitäten, welche die Kunden zur Interaktion animieren sollen.

In den AGB einer Plattform muss immer stehen, ob solche sogenannten animierten Profile genutzt werden oder nicht. Wer hier sichergehen möchte, dass er nicht über den Tisch gezogen wird, der muss allerdings sehr genau nachsehen. Nur selten stehen diese Informationen gleich auf der ersten Seite.

Betrüger aus dem Ausland auf Dating-Plattformen vertreten

Sogenannte Romance Scammer sind Menschen, die meistens aus dem Ausland stammen und es schlicht auf das Geld des Gegenübers abgesehen haben. Diese Menschen nutzen die Hoffnung von anderen Nutzern aus, welche auf die große Liebe oder einen tollen Flirt hoffen.

Meistens überschütten diese Betrüger ihr Gegenüber mit jeder Menge Komplimenten, wie man auch hier nachlesen kann. Sie gaukeln Betroffenen vor, dass es sich um die große Liebe handle und sie sich auf Anhieb verliebt hätten. Ist einige Zeit vergangen, tauchen die ersten Fragen nach einer Überweisung auf. Wenn die Betrüger das Geld tatsächlich erhalten, melden diese sich in der Regel nie mehr wieder.

Die Fantasie der Betrüger kennt kaum Grenzen. Manche Scammer behaupten, Sie bräuchten dringend Geld, weil sie einen Unfall hatten oder Opfer eines Überfalls wurden. Wieder andere denken sich obskure Krankheiten aus oder behaupten, sie wollen so schnell wie möglich nach Deutschland kommen, um die den potenziellen Partner zu treffen.

eWhoring weit verbreitet auf Dating-Portalen

Wie der Name bereits vermuten lässt, steckt auch hinter diesen Fake-Profilen ein ganz klares Ziel: Es geht darum, die Nutzer auf eine andere Dating-Seite zu locken und den neuen Kunden das Geld aus der Tasche zu ziehen. Zu diesem Zweck werden attraktive Profile erstellt, die als Lockvogel dienen.

Meistens sind es Männer, die hier adressiert werden sollen. Die vermeintlichen Damen schreiben die Betroffenen an, unterhalten sich kurz mit ihnen und bitten dann darum, sich auf einer anderen Plattform zu treffen. Diese Methode dient dazu, Neukunden anzulocken und diese dazu zu verleiten, ihr Geld auf einer anderen Plattform zu lassen.

Meistens finden sich diese Art der Betrüger auf Datingseiten, die kostenlos sind. Wer also Profile diese Art von Vorneherein vermeiden möchte, der sollt sich ausschließlich auf bezahlten Seiten aufhalten. Alternativ hierzu können Betroffene sich angewöhnen, gar nicht erst auf derlei Anfragen einzugehen.

Natürlich steckt nicht hinter jeder proaktiven Frau, welche Männer anschreibt, gleich ein Fake-Profil. Dennoch sollte gerade das männliche Geschlecht sehr viel Vorsicht walten lassen, bevor es sein Glück auf einem Dating-Portal versucht.

Auf Anfragen zu Geldüberweisungen oder den Wechsel zu einer anderen Dating-Plattformen dürfen Partnersuchende nicht eingehen; ansonsten lauter der Betrug gleich hinter der nächsten Ecke. Wer umsichtig auf Dating-Seiten unterwegs ist, hat dennoch Chancen auf das Treffen mit der großen Liebe. (KTAD)

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