Unvergessen! Mit diesen Sprüchen sorgte Prinz Philip für Lacher

Prinz Philip ist im Alter von 99 Jahren gestorben. (ili/cos/spot)
Prinz Philip ist im Alter von 99 Jahren gestorben. (ili/cos/spot)

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09.04.2021 16:53 Uhr

Prinz Philip hat seiner Ehefrau, Queen Elizabeth II., in ihrer Position als Oberhaupt der britischen Monarchie stets den Vortritt gelassen. Mit seinem zum Teil losen Mundwerk stahl er ihr dennoch hin und wieder die Show.

Die Welt trauert um Prinz Philip. Der Ehemann von Queen Elizabeth II. (94) ist am Freitag (9. April) im Alter von 99 Jahren auf Schloss Windsor gestorben. Obwohl er seiner Frau in ihrer Position als Oberhaupt der britischen Monarchie stets den Vortritt gelassen hat, sorgte er dennoch das eine oder andere Mal für Aufsehen, Schlagzeilen oder gar Empörung. Nicht zuletzt aufgrund so manch eines Spruches, der dem Duke of Edinburgh bei offiziellen Anlässen über die Lippen gehuscht war.

Umstrittener Umgang mit fremden Kulturen

„Wo hast du diesen Hut her?“, fragte Prinz Philip seine Frau nach deren Krönung am 2. Juni 1953.

„Erst fordern alle mehr Freizeit, dann beschweren sie sich, dass sie arbeitslos sind“, soll er im Rezessionsjahr 1981 gesagt haben.

„Gibt es hier keine männlichen Staatsbeamten? Das ist eine Nanny-Stadt“, scherzte Prinz Philip 1983 in San Francisco bei einem Treffen mit der Bürgermeisterin und einigen weiblichen Angestellten der Stadt.

„Wenn Sie zu lange hierbleiben, bekommen Sie Schlitzaugen“, soll er 1986 in China zu einem britischen Studenten gesagt haben.

„Wenn es vier Beine hat und kein Stuhl ist, wenn es zwei Flügel hat und fliegt, aber kein Flugzeug ist und wenn es schwimmt und kein U-Boot ist, werden es die Kantonesen essen“, sagte der Prinzgemahl als WWF-Ehrenpräsident 1986 zum 25-jährigen Bestehen der Organisation.

Von Reisen ins Ausland und Draculas Töchtern

„Am Ende verletze ich das Tier – und Hammelfleisch hatten wir während dieses Besuchs weiß Gott schon genug“, entgegnete Prinz Philip 1992 in Neuseeland auf die Frage, ob er auch mal ein Schaf scheren wolle.

„Der Wasserschaden nach einem Brand ist normalerweise das Schlimmste. Wir versuchen immer noch, Schloss Windsor trocken zu bekommen“, erklärte er 1993 während des Besuchs der Flugzeugabsturzstelle (1988) in Lockerbie – 1992 hatte es auf Schloss Windsor gebrannt.

„Früher liefen keine Therapeuten herum, die sich nach jedem Gewehrschuss erkundigten, ob man auch in Ordnung sei. Man hat einfach weitergemacht“, sagte er 1995 zum Thema Stressbewältigung für Soldaten in einem TV-Beitrag.

„Sie haben es also geschafft, nicht gegessen zu werden?“, fragte Prinz Philip 1998 in Papua-Neuguinea einen Studenten, der das Land durchwandert hatte.

„Ihr seht aus wie Draculas Töchter“, richtete er sich 1998 an die Schülerinnen der Queen-Anne’s-Schule in Reading – und wollte damit wohl lediglich auf deren blutrote Uniformen Bezug nehmen.

Feinfühligkeit sieht anders aus

Im Februar 2001 verlieh Prinz Philip in Cardiff den Duke of Edinburgh Award und wurde gefragt, ob es womöglich mehr Teilnehmer geben würde, wäre der Preis nach jemand anderem benannt. Seine Antwort: „Die einen würden trotzdem denken, der Preis ist Quatsch. Und den anderen ist es egal, ob er nach einem mürrischen alten Knacker benannt ist.“

„Ich wünschte, er würde das Mikrofon zur anderen Seite drehen“, soll Queen Elizabeth II. 2001 bei einem Elton-John-Auftritt gesagt haben. Der Prinzgemahl daraufhin: „Ich wünschte, er würde es abdrehen.“

„Werft ihr immer noch Speere aufeinander?“, fragte er australische Ureinwohner im Jahr 2002. Einer soll ihm gar höflich geantwortet haben: „Nein, das machen wir nicht mehr.“

„Wie um Himmels Willen bringen Sie den unter Ihren Helm?“, fragte Prinz Philip 2003 einen Polizisten, der auf der Weihnachtsfeier von Queen Elizabeth II. einen Turban trug.

„Wenn ein Mann einer Frau die Autotür öffnet, kann das zweierlei bedeuten: Entweder ist es eine neue Frau oder ein neues Auto“, scherzte er 2004 laut seinem Biografen Gyles Brandreth.

„Eröffnungs- und Schlusszeremonien sollten verboten werden. Sie sind eine verdammte Plage. Ich habe wirklich genug davon“, erklärte der Prinzgemahl 2006 anlässlich der Olympischen Spielen 2012 in London.