16.07.2020 17:52 Uhr

Vanessa Paradis und Winona Ryder: Keine Anhörung im Depp/Heard-Prozess

Sowohl Vanessa Paradis als auch Winona Ryder werden nicht beim derzeit laufenden Prozess um Johnny Depp und Amber Heard vor Gericht erscheinen. Allerdings ließen beide Statements verlesen, die ihrem Ex-Partner Depp helfen sollen.

imago images/Everett Collection

Ihre Auftritte waren im derzeit laufenden Prozess um Johnny Depp (57) und Amber Heard (34) mit Spannung erwartet worden, doch daraus wird nichts: Die beiden Ex-Partnerinnen des Hollywood-Schauspielers, Winona Ryder (48) und Vanessa Paradis (47), werden nicht in London vor Gericht auftreten. Das berichtet die britische Boulevard-Zeitung „The Sun“.

Zu dieser Entscheidung sei das Anwaltsteam von Depp gekommen und habe am heutigen Donnerstag das Gericht darüber informiert. Als Begründung gaben die Juristen demnach zu Protokoll, dass es nicht notwendig sei. Stattdessen wurden Zeugenaussagen der beiden vorgelesen.

Seine Ex-Partnerinnen springen Johnny Depp zur Seite

Vanessa Paradis, mit der Depp 14 Jahre zusammen war und zwei gemeinsame Kinder hat, gab an, dass die Anschuldigungen von Amber Heard „nichts mit dem wahren Johnny zu tun haben, den ich gekannt habe“. Er sei ihr gegenüber niemals beleidigend oder gar gewalttätig geworden. Es handele sich ihrer Ansicht nach um falsche Tatsachenbehauptungen, die ihm nur schaden würden. Das sei umso erschütternder für sie, da ihr Ex-Partner in seinem persönlichen und beruflichen Leben vielen Menschen geholfen habe.

Auch Winona Ryder, die mit Depp von 1989 bis 1993 liiert war, entlastete ihn. Sie sei aufgrund der Anschuldigungen „schockiert, verwirrt und aufgebracht“. Die Vorstellung, Depp sei eine gewalttätige Person, sei so weit von dem entfernt, wie sie ihn gekannt und geliebt habe. „Er war mir gegenüber nie, nie übergriffig“, ließ Ryder verlauten. Sie kenne ihn nur als einen „unglaublich liebevollen, extrem fürsorglichen Mann“. Sie habe sich bei ihm sehr, sehr sicher gefühlt.

„Ich möchte niemanden einen Lügner nennen, aber aus meiner Erfahrung mit Johnny ist es unmöglich zu glauben, dass solche schrecklichen Vorwürfe wahr sind“, fügte sie ihrem Statement hinzu.

Prozess dauert bis Ende Juli

Beide Aussagen stehen den Behauptungen von Heard diametral gegenüber. Diese sagte aus, 14 Mal von Depp in deren dreijähriger Beziehung missbraucht worden zu sein. Depp bestreitet dies und verklagte die Zeitung „The Sun“, da diese ihn als „Frauenschläger“ tituliert hatte.

Der Prozess in London startete am 7. Juli und soll insgesamt drei Wochen dauern. Depp weist die Vorwürfe von sich, Heard jemals geschlagen zu haben. Die beiden lernten sich am Set des Films „The Rum Diary“ (2011) kennen, 2015 gaben sie sich das Jawort. Nach nur 15 Monaten Ehe reichte Heard im Mai 2016 die Scheidung ein. Anfang 2017 wurde die Scheidung amtlich.

(dr/spot)

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