02.11.2020 20:30 Uhr

Varion: Wer ist der „Goldene Henne“-Gewinner und YouTuber?

Zur großen Überraschung vieler hat nicht Dagi Bee 2020 die „Goldene Henne“ gewonnen, sondern ein YouTuber namens Varion. Wer ist denn das?

picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild | Jan Woitas

Mit seinen 1,5 Millionen Followern kann YouTuber Varion gegen Dagi Bee mit ihren 4 Millionen Followern kaum anstinken. Und doch hat er sie um die „Goldene Henne“ gebracht. Wer versteckt sich eigentlich hinter dem Namen „Varion“?

Varion heißt eigentlich Flo

Auf Instagram heißt Varion einfach Flo, und auch Kai Pflaume (53) stellt Varion nur als „Flo“ vor. Varion heißt bürgerlich Florian Kiesow und wurde 1992 in der Nähe von Schwerin in Mecklenburg-Vorpommern geboren.

Auf seinem YouTube-Channel konnte er sich eine relativ große Fanbase mit 1,5 Millionen Followern zusammenschustern. Er postet hauptsächlich kurze Comedy-Videos, selten über drei Minuten Länge, in denen er in verschiedene Rollen schlüpft und beispielsweise zeigt, was der Postbote wirklich denken könnte und wie man sich verhält, wenn man keine Ahnung von Frauen hat.

Metallbauer, Fenstermonteur, YouTuber

Erst vor ein paar Tagen war Varion zu Gast auf dem Channel von Kai Pflaume, „Ehrenpflaume“, und hat ihm einen Einblick in sein Leben gegeben. Da erzählt er, dass er mit 16 mit der Schule fertig war und wie so viele keine Lust auf irgendwas hatte. Statt sich also etwas zu suchen, hat er bei seinem Vater in der Firma eine Ausbildung begonnen, als Metallbauer für Konstruktionstechnik. Außerdem hat er ein Jahr als Fenstermonteur gearbeitet. Erst mit 27 ist er ins YouTube-Business eingestiegen und dreht seitdem munter seine Videos.

Varions YouTube-Karriere

Schon 2014 ist Varion auf YouTube eingestiegen. Zuerst drehte er ein bisschen dies, ein bisschen das, immer mal wieder Comedy-Clips und anderes Zeug. Bis November 2019 konnte er damit etwa 2.300 Follower generieren. Und dann ging es steil bergauf! Mit einem Video, in dem er YouTube und seine Ausbildungstätigkeit verbindet, kommt er im nächsten halben Jahr plötzlich zu einer Million Follower, jetzt, im November 2020 steht die Zahl bei fast 1,5 Millionen.

Das Video läuft unter dem Titel „Die Leiden eines Handwerkers“ und liegt mit 2,4 Millionen Klicks auf Platz zwei der meistgeschauten Videos auf Flos Kanal. Sein meistgeklicktes Video heißt „Wenn man einen Praktikanten bekommt“ und wurde ganze 3 Millionen mal geschaut. Dort geht es ebenfalls um seinen Beruf in der Werkstatt.

Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an Wenn ich selbst realisiere, was ich mache. Ein Beitrag geteilt von Flo (@varion) am Mai 8, 2020 um 4:45 PDT

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Varions Privatleben: Er ist vergeben

Privat ist Varion alias Flo in einer Beziehung. Seine Freundin, die 22-jährige Hannah, hat er erst nach seinem plötzlichen Fame kennengelernt. Sie kannte ihn sogar schon vorher! Und obwohl nicht nur er Bedenken geäußert hat, dass seine Freundin möglicherweise Varion mag, nicht Flo, scheint es zu funktionieren. Privat würde sich Flo eigentlich eher als zurückhaltend und ruhig bezeichnen, also so ganz anders, als er in seinen Videos vorgibt. Flo hat seinen rechten Arm komplett tätowiert und auf dem linken Unterarm ein Tattoo seines Bruders. Er scheint ein sehr privater Mensch zu sein, viel mehr gibt er über sich als Person ansonsten nicht preis.

Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an ? Ein Beitrag geteilt von Hannah (@hnnh_ftw) am Aug 18, 2020 um 5:24 PDT

Gewinner der „Goldenen Henne“

Im Match gegen seine Kollegen Dagi Bee (26), „Gewitter im Kopf“, Lehrerschmidt und Saliha „Sally“ Özcan konnte sich Varion durchsetzen und Deutschlands einzigen Publikumspreis „Goldene Henne“ als bester Onlinestar einsacken. Das kommt für viele sicherlich überraschend, denn mit seinen 1,5 Millionen Follower ist Varion von allen der beinahe am wenigsten gefolgte. Sally ist mit 1,8 Millionen Follower etwas weiter, „Gewitter im Kopf“ zählt mittlerweile über 2,2 Millionen Follower und als unangefochtene Queen steht Dagi mit ihren 4 Millionen Subscribern.

Die schien sich ihres Sieges relativ sicher zu sein… Sehr viel anders erklärt sich der „Boykott“ der Blondine kaum, denn bis zur Verkündung des Preises war sie fleißig am Posten in ihren Stories. Als sie jedoch nicht als Gewinnerin genannt wurde: Stille. Nächstes Mal vielleicht, liebe Dagi. Und bis dahin: Herzlichen Glückwunsch Varion! (AKO)