Montag, 23. April 2018 17:57 Uhr

„Verbrechen“ lohnt sich: Ab Dienstag für 5,95 Euro!

Sendungen wie „Aktenzeichen XY“ sind der Quotenhit im deutschen Fernsehen. Dass das auch im Printmarkt funktioniert, belegte Gruner + Jahr mit seinem ultraspannenden Magazin „Crime“, seit zwei Jahren am Markt. Nun gibt es ab 24. April ein zweites Print-Magazin mit dem Titel „ZEIT Verbrechen“.

"Verbrechen" lohnt sich: Ab Dienstag für 5,95 Euro!

Foto: Zeit Verlag

Der ZEIT Verlag setzt mit seinem neuen Kriminalmagazin auf spannende, wahre, tiefgründige und nachdenklich stimmende Geschichten – und legt einen Schwerpunkt auf Fälle mit Zeitdimension. Im Gegensatz zu „Crime“ soll es hauptsächlich um deutsche Fälle gehen. Geplant sind zwei Ausgaben pro Jahr.

So präsentiert das erste Heft zum Preis von 5,95 Euro große ZEIT-Kriminalreportagen, die teilweise schon Jahrzehnte zurückliegen, und geht der Frage nach: Wie gingen diese Geschichten weiter? Wie leben die Protagonisten heute mit ihrem Schicksal – als Täter, als Opfer, als Ermittler. „ZEIT Verbrechen“ beschäftigt sich vor allem mit Fällen, die aus dieser Gesellschaft kommen: Etwa dem Schicksal einer schwer misshandelten Frau, die nach Jahren des Martyriums ihren Mann erschießen ließ, oder der Nahaufnahme eines freigelassenen Vergewaltigers, der Tag und Nacht von einem Schwarm Polizisten begleitet werden musste.

„Es geht nicht zu wie im Fernsehkrimi“

Neben Reportagen, Fotostrecken (z.B. Porträts von Polizeispu?rhunden) und Infografiken kommen in Interviews und eigenen Beiträgen auch Fachleute zu Wort. So schildert die junge Strafrechtsprofessorin Elisa Hoven, wie sie in einem Kriegsverbrecherprozess an die Grenzen des Rechtsstaats geriet. Der israelische Kriminalist David Weisburd erklärt, warum er am Cottbusser Tor in Berlin mit der Kriminalitätsbekämpfung anfangen würde. Und der beliebte Schauspieler Charly Hübner, der im Hamburger Schauspielhaus den Frauenmörder Fritz Honka gibt, stellt sich im Interview der Frage: Wie kriminell bin ich selbst? Immer geht es auch um den Rechtsstaat und die Gefahren, denen er ausgesetzt ist.

Sabine Rückert, Herausgeberin von „ZEIT Verbrechen“ und stellv. Chefredakteurin der ZEIT erklärte: „In wahren Kriminalgeschichten geht es nicht zu wie im Fernsehkrimi mit dem absehbaren Ende, sie handeln vielmehr von tatsächlich geschehenen, extremen Situationen, um Abgründe unserer Seele und unserer Gesellschaft, um Menschen, die plötzlich die Kontrolle verlieren – über sich oder die ganze Lage. Kriminalgeschichten fragen immer auch: Wie ist der Mensch beschaffen? Gut oder böse? Für derart existenzielle Fragen interessieren sich die Menschen seit jeher. Schon die Bibel ist voll davon.“

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