18.12.2019 20:46 Uhr

Video: Das hier sind 1,3 Millionen Euro für die Dresdener Juwelenräuber

Foto: Wifka GmbH

Privatdetektiv Josef Resch aus Bad Schwartau in Schleswig-Holstein veröffentlichte ein Video, in dem er den Juwelenräubern aus dem Dresdner Grünen Gewölbe ein Angebot macht, das eigentlich keiner ablehnen kann.

Mit ruhiger Stimme erklärt der 70-jährige seine Forderung und zeigt auch gleich, was den Gangstern blüht, wenn sie darauf eingehen – keine Strafe! Auf dem Schreibtisch vor ihm liegen sage und schreibe 1,3 Millionen Euro in bar Ausrufezeichen.

Video: Das hier sind 1,3 Millionen Euro für Dresdener Juwelenräuber

imago images / Max Stein

Erfassen sei Aufgabe der Polizei

Die Scheine befinden sich noch in der originalen Verpackung der Deutschen Bundesbank. Genauso liegen sie da in Folie. 20er, 50er und 100er – extra kleine Scheine damit im Nachhinein keiner der Täter auffällt.

„Der Auftraggeber der Firma Wifka verfolgt keinerlei Interesse an der Ergreifung der Täter, sondern nur an der Wiederbeschaffung der Juwelen“, erklärt Josef Resch in dem auf Youtube bereitgestellten Clip. Der ist gleichzeitig auch Chef der Firma Wifka und laut ihm sei diese die einzige Möglichkeit in Europa, solch etwas sonderbare Aufträge über die Bühne zu bringen. Das Ergreifen der Täter überlasse der Privatdetektiv weiterhin den staatlichen Behörden.

Das Geld habe übrigens ein nicht namentlich genannter Kunstliebhaber zur Verfügung – der gibt also Geld ohne dafür eine Gegenleistung oder die Rückzahlung dessen zu verlangen. Vorerst wolle der jedoch anonym bleiben, wie der Detektiv erklärte. Für alle jene, die einen Tipp auf die Täter bzw. den Verbleib der Beute haben: Die Scheine seien nicht nummeriert, nicht gekennzeichnet und befinden sich noch in der Originalverpackung der Deutschen Bundesbank.

Nicht der erste dicke Fisch

Reschs Firma soll laut seiner Webseite schon mit anderen großen Fällen betraut worden sein. Dazu zählen auch Ermittlungen im Zusammenhang mit dem am 17. Juli 2014 über der Ostukraine abgeschossenen Flugzeuges MH17 im Jahre 2014, wie auf der Homepage zu lesen ist. Doch bislang wollte ihn in dieser Sache nicht wirklich jemand hören.

Video: Das hier sind 1,3 Millionen Euro für Dresdener Juwelenräuber

Foto: Wifka GmbH

Nun will er also mit diesem Coup die unverkäuflichen Dresdner Kronjuwelen quasi zurückkaufen, die am 25. November aus dem Grünen Gewölbe bei dem dreisten Raub im Residenzschloss gestohlen wurden.

Berichten zufolge sollen die Täter sich durch Fenstergitter gesägt haben, ehe sie eine Vitrine mit den prunkvollsten Stücken mit einer Axt zertrümmerten und schließlich mit dem unschätzbar wertvollen Diamantschmuck ins Morgengrauen verschwanden.

Es bleibt spannend, ob die Gauner oder Mitwisser aus der zweiten Reihe auf das Angebot eingehen oder misstrauisch bleiben.