19.03.2020 21:29 Uhr

Video: Pinguine watscheln einsam durchs menschenleere Aquarium

imago images / ZUMA Wire

Wegen der Corona-Krise sind weltweit die meisten Zoos und Tierparks geschlossen. Für die Bewohner ist das die tierische Variante von sturmfreier Bude!

Etwa in Chicago: Da sind im örtlichen Shedd Aquarium die Pinguine los. In Ermangelung von menschlichen Besuchern, haben sie die gesamte Anlage für sich – und können sich endlich einmal ganz in Ruhe in ihrem Zuhause umgucken. Alles u.a. bei Twitter zu sehen – gefilmt von den Betreibern der Anlage.

So watschelt das Felsenpinguin-Paar Edward und Annie seelenruhig an einem verlassenen Informationsschalter und leeren Bänken vorbei und beobachtet dabei immer wieder interessiert die Fische in den Becken. Auch Artgenosse Wellington darf mit seinen stolzen 32 Jahren endlich mal die Perspektive wechseln und guckt sich das Geschehen unter Wasser von diesseits der Glasscheiben an.

In einem rührenden Video drückt er seinen Schnabel neugierig gegen die Scheibe des Seeotterbeckens. Laut den Betreibern interessierte sich Wellington auf seinem Rundgang aber ganz besonders für die Fische aus der Amazonas-Region.

Das putzige Pinguin-Treiben ist nicht nur Spass für die Zuschauer im Internet, sondern gleichzeitig auch Beschäftigung für die Tiere. „Auch wenn dies eine seltsame Zeit für uns sein mag, fühlen sich die Tage für die Tiere im Shedd normal an“, schreiben die Aquarium-Betreiber bei Twitter.

Damit auch wirklich keine Langweile bei den süßen Seevögeln aufkommt, ist das Twitter-Publikum gefragt: „Lassen Sie uns wissen, welche Pinguin-Aktivitäten Sie gern sehen würden!“, heißt es da.

In Hannover sind die Eisbären los

Auch in Deutschland war eine tierische Erkundungstour ohne Publikum angesagt: Im Zoo Hannover hat das kleine Eisbärenmädchen an der Seite von Mama Milana zum ersten Mal die Welt außerhalb der Wurfhöhle erkundet.

Video: Pinguine watscheln einsam durchs menschenleere Aquarium

Mit Mama Milana geht es auf Entdeckungstour. Foto: Peter Steffen/dpa

Das erst vier Monate alte noch namenlose Jungtier kletterte bei seinem ersten Freigang über Felsen, raufte mit Mama, probierte sich im Jagen von Vögeln und sprang erstmals in das große Wasserbecken – natürlich nicht, ohne vorher in einem Planschbecken geübt zu haben, wie die Pfleger verrieten.

Seit ihrer Geburt Ende November hielt sich die kleine Eisbärin in einer Wurfhöhle hinter den Kulissen auf. Mutter und Kind wurden in den ersten Wochen über installierte Kameras überwacht. Nachdem das Jungtier aus seiner Wurfbox herausgeklettert war, nahmen die Pfleger nach und nach Kontakt zu ihm auf, bis es schlussendlich erstmals ins Freie durfte. Über die Namensfindung will der Zoo in Kürze informieren. (dpa/KT)