Der unermüdliche Hollywood-StarVielbeschäftigter Henry Cavill: Witcher, Highlander, Superman – Bond?

Henry Cavill war schon Superman und ist angeblich der Favorit auf die James-Bond-Rolle. (lau/spot)
Henry Cavill war schon Superman und ist angeblich der Favorit auf die James-Bond-Rolle. (lau/spot)

Tinseltown/Shutterstock.com

SpotOn NewsSpotOn News | 26.08.2022, 22:30 Uhr

Film- und Serienstar Henry Cavill ist ein vielbeschäftigter Darsteller. Beim Blick auf vergangene und zukünftige Projekte des Mimen drängt sich die Frage auf: Wie schafft er das eigentlich?

Hollywood-Star Henry Cavill (39) tritt seit Jahren beständig in den ganz großen Franchises auf. So verkörperte der auf der Kanalinsel Jersey geborene Mime bereits den Comic-Helden Superman sowie den Monster-Jäger Geralt von Riva in der Netflix-Serie "The Witcher". Zwischendrin gab Cavill in "Mission: Impossible – Fallout" den Gegenspieler von Tom Cruise (60) und trat an der Seite von "Stranger Things"-Star Millie Bobby Brown (18) im Mysteryfilm "Enola Holmes" als berühmter Meisterdetektiv Sherlock Holmes auf (Teil 2 wird am 4. November auf Netflix erscheinen).

Mindestens ebenso spannend wie der Blick in die Vergangenheit ist beim vielbeschäftigten Cavill aber auch der in die Zukunft: Im starbesetzten Agententhriller "Argylle" wird er neben Samuel L. Jackson (73), Sängerin Dua Lipa (27) und "Breaking Bad"-Star Bryan Cranston (66) die Hauptrolle spielen. Darüber hinaus verkörpert Cavill vermutlich in Bälde den unsterblichen Highlander – und eventuell auch Superspion James Bond. Da drängt sich die Frage auf, wie es der zuweilen wie aus Stein gemeißelt wirkende Brite überhaupt schafft, dieses gewaltige Pensum zu bewältigen.

"The Witcher" wird Henry Cavill noch eine ganze Weile beschäftigen

Ganze sieben Staffeln sind laut Showrunnerin Lauren S. Hissrich (44) für die populäre Fantasy-Serie "The Witcher" geplant. Henry Cavill kam nach übereinstimmenden Medienberichten als großer Fan der "The Witcher"-Videospiele zur Rolle – und hat auch nicht die Absicht, vorzeitig aus der Netflix-Show auszusteigen. Solange die Produktion "großartige Geschichten erzählen kann, die das Werk von [Vorlagenautor Andrzej] Sapkowski ehren", sei er mit an Bord, verriet Cavill dem US-Magazin "The Hollywood Reporter" im vergangenen November.

Henry Cavills Arbeitsethik wird von vielen seiner Kolleginnen und Kollegen oftmals gelobt. So verletzte sich der Star während der Produktion der bereits erschienenen zweiten "The Witcher"-Staffel schwer am Oberschenkel. Seine Actionszenen wurden daraufhin ans Ende des Drehplans geschoben. Während der Genesungszeit ging es dann für Cavill in der Früh zur Physiotherapie. Anschließend erschien er um sieben Uhr morgens am Set. "Die Schwierigkeit war es, zu arbeiten, während ich verletzt war", so Cavill. Denn der Star wollte nach eigener Aussage trotz Einschränkung "mehr für die Produktion tun". Er wusste ja schließlich, "wie wichtig es für alle Beteiligten war, Dinge erledigt zu bekommen" – auch wenn eine neuerliche Verletzung gut "das Ende seiner Action-Karriere" hätte bedeuten können.

Der Wunsch, erneut Superman zu spielen – und James Bond

Den Comic-Helden Superman verkörperte Cavill in insgesamt drei Filmen. Die Rolle markierte seinen Durchbruch als Hauptdarsteller. Im Jahr 2013 wurde in "Man of Steel" eine klassische Origin-Geschichte über den Kryptonier erzählt. Dann folgten die bei Fans und Kinozuschauern weniger gut aufgenommenen "Batman v Superman: Dawn of Justice" und "Justice League". Cavills Darstellung des außerirdischen Helden kam bei Fans durchgehend exzellent an. Der durchtrainierte Brite – der übrigens als erster Nicht-Amerikaner Superman spielen durfte – galt und gilt als Idealbesetzung für die Rolle.

Doch seine Figur litt unter unterdurchschnittlichen Drehbüchern, sonderbaren Konzepten wie dem Superhelden-Clash mit dem Dunklen Ritter Batman (Ben Affleck, 50) oder Querelen hinter den Kulissen beim produzierenden Studio Warner Bros. Zuletzt gab dieses – unter neuer Führung – eine strategische Neuausrichtung für das DC-Kinouniversum aus. Ob Henry Cavills Superman hier noch hereinpasst, steht gegenwärtig nicht fest.

Der Star selber jedoch "würde die Chance absolut lieben", erneut zum Superhelden mit dem "S" auf der Brust zu werden, wie er dem "Hollywood Reporter" verriet. "Das Cape ist immer noch im Schrank", so Cavill, der übrigens auch seinen Hund "Kal" genannt hat – nach "Kal-El", dem kryptonischen Namen Supermans.

Von einer ganz anderen Dimension sind die anscheinend nie enden wollenden Spekulationen über den legendären Agenten 007. Nach Daniel Craigs (54) Abschiedsvorstellung in "Keine Zeit zu sterben" aus dem letzten Jahr ist die Rolle vakant. Produzentin Barbara Broccoli (62) hat eine Neuausrichtung der Reihe angekündigt – und Henry Cavill bekundete bereits mehrfach sein Interesse, zu Bond zu werden. "[…] ja, ich würde gerne Bond spielen, das wäre sehr, sehr aufregend", verriet er beispielsweise der "Sunday Times" im Dezember vergangenen Jahres.

Bei den Buchmachern auf der Insel ist Cavill momentan auch der Favorit auf die Rolle – gefolgt von Idris Elba (49), der bereits abgesagt hat, und "Bridgerton"-Star Rege-Jean Page (34). Auch Regisseur Christopher McQuarrie (53), der Cavill im sechsten "Mission Impossible"-Teil in Szene gesetzt hat, stimmt zu. "Er würde einen exzellenten Bond abgeben", so der Oscarpreisträger.

Letztendlich wird der neue Bond-Darsteller jedoch ins bereits erwähnte neue Konzept der langlebigen Agenten-Reihe passen müssen. Henry Cavill selbst sagte dazu: "Zum jetzigen Zeitpunkt ist noch alles in der Schwebe. Wir werden sehen, was passiert".

"Highlander" und "Argylle": Henry Cavillls zukünftige Projekte

"Ich brauchte jemanden, der dazu geboren wurde, Bond zu spielen – was Henry ist – und musste ihn dann stehlen, bevor Bond es tat", verrät Filmemacher Matthew Vaughn (51) über den Star seines kommenden Agententhrillers "Argylle". Henry Cavill wird im starbesetzten Werk, das womöglich noch im Laufe dieses Jahres erscheint, die Hauptrolle übernehmen. Der Streamingdienst Apple TV+ sicherte sich die weltweiten Rechte an "Argylle" für die unfassbar anmutende Summe von kolportierten 200 Millionen US-Dollar. Ein ganzes Franchise, bestehend aus mindestens drei Filmen, ist geplant.

Noch nicht in die Dreharbeiten gestartet ist hingegen Cavills potenzielles Projekt "Highlander". Unter der Regie von Ex-Stuntman und "John Wick"-Macher Chad Stahelski (53) soll Cavill im Remake zum unsterblichen schottischen Krieger Connor MacLeod werden – eine Rolle, die im gleichnamigen Kultfilm-Original aus dem Jahr 1986 noch Christopher Lambert (65) verkörperte. Ähnlich seiner "Witcher"-Figur würde Cavill hier das Schwert schwingen und es im Fantasy-Setting mit mächtigen, übernatürlichen Widersachern aufnehmen.

Auf einen Drehstart oder die offizielle Bestätigung Cavills für die Hauptrolle wird gegenwärtig noch gewartet. Dem Magazin "Collider" gegenüber zeigte sich Filmemacher Stahelski aber erst vor wenigen Wochen zuversichtlich, dass das Projekt wie anvisiert ablaufen würde. Über seinen potenziellen Hauptdarsteller erklärte der Regisseur noch: "Ich finde, er besitzt eine unheimliche Bandbreite und würde etwas sehr Besonderes mitbringen". Henry Cavills "Enthusiasmus" für das Projekt sei "erstaunlich".