07.10.2020 21:29 Uhr

Vierte Staffel „Babylon Berlin“ soll 2021 kommen

Nach dem Auftakt bei Sky ist die neue Staffel von „Babylon Berlin“ ab dem 11. Oktober im Ersten zu sehen. Die Regisseure wissen bereits, wie es weitergeht.

© Frédéric Batier/X Filme Creative Pool/ARD Degeto/WDR/Sky/Beta Film 2019

Die neue Staffel von „Babylon Berlin“ soll 2021 gedreht werden. „Wir haben Ende August zwölf Bücher abgegeben und werden ab Oktober mit Hochdruck daran arbeiten, dass sie verfilmbar werden“, sagte Regisseur Achim von Borries der Deutschen Presse-Agentur. „Die Idee ist, dass wir nächstes Jahr drehen, ab Frühjahr.“

Vierte Staffel „Babylon Berlin“ soll 2021 kommen

© Frédéric Batier/X Filme Creative Pool/ARD Degeto/WDR/Sky/Beta Film 2019

„Danach wollen wir nicht weitererzählen“

Die dritte Staffel des 20er-Jahre-Krimis nach den Büchern von Volker Kutscher startete im Januar beim Bezahlsender Sky, der bei diesem Ausnahmeprojekt mit der ARD zusammenarbeitete. Nun ist das Erste dran, die zwölf Folgen auszustrahlen. Zum Auftakt bekommt der Krimi am 11. Oktober den „Tatort“-Platz am Sonntagabend. Schon zwei Tage vorher geht es in der Mediathek los. Im Netz sind am 11. Oktober dann alle drei Staffeln komplett zu sehen.

Das Regie- und Autorentrio von Borries, Tom Tykwer und Henk Handloegten geht bei der Serie chronologisch weiter voran. „Wir haben immer gesagt, 1933 ist es vorbei“, so von Borries. „Wenn es eine letzte Staffel gibt, wären es die ersten Monate nach der sogenannten Machtergreifung vor dem Reichstagsbrand. Da hatten die Nationalsozialisten das Land so fundamental umgekrempelt, dass mit dem Babylonischen in Berlin Schluss war. Danach wollen wir nicht weitererzählen.“

„Netflix hat nur auf Masse produziert“

Was laut von Borries schon feststeht: „In der vierten Staffel wird es einen Sprung ins Jahr 1931 geben. Aber der Eisberg wie bei der ‚Titanic‘, der ist noch nicht zu sehen. Es liegt noch ein Stück vor uns und unseren Helden.“ Ist mit Blick auf die aktuelle Corona-Pandemie vorstellbar, je wieder Massenszenen zu drehen?

Henk Handloegten sagte dazu: „Ja, klar. Irgendwann ja hoffentlich schon! Ich gehe nicht davon aus, dass es so bleibt wie jetzt.“ Zu Entwicklung der Figuren bei „Babylon Berlin“ sagte Tykwer: „Eine gute Leitlinie ist für mich: Egal, wie kurz der Auftritt der Figuren ist, es muss immer noch eine zweite Nuance geben, außer der, die im Film gebraucht wird.“ Von Borries sieht bei jeder Figur, egal wie klein, die Möglichkeit, in der nächsten Staffel richtig groß rauszukommen.

Ob der allgemeine große Hype um Serien bald vorbei ist? Henk Handloegten sagte, er hoffe sehr darauf. „Es gibt wahnsinnig viel unnötig produziertes Fließband-Zeug, das ausschließlich damit spielt, dass die Leute noch eine Episode gucken. Es ist wahnsinnig viel heiße Luft. Die Streaming-Branche sollte sich langsam mal konsolidieren. Netflix hat nur auf Masse produziert.“

Vierte Staffel „Babylon Berlin“ soll 2021 kommen

© Frédéric Batier/X Filme Creative Pool/ARD Degeto/WDR/Sky/Beta Film 2019

Worum geht es in der dritten Staffel?

Zum Auftakt werden drei Folgen samt einer begleitenden Dokumentation gezeigt. Drei weitere Folgen strahlt der Sender am 14. Oktober aus und jeweils zwei Folgen am 15., 21. und 22. Oktober. Außerdem sind ein Hörspiel und ein Webspecial geplant.

„Wir freuen uns sehr auf die neue Staffel, die mit einer gelungenen Kombination aus Krimi, bewegter und bewegender deutscher Geschichte neue Maßstäbe setzt und uns diesmal in die Welt der Filmindustrie der 1920er Jahre entführt“, wird Christine Strobl, Geschäftsführerin ARD Degeto, zitiert.

Die Staffel basiert auf dem Roman „Der stumme Tod“ von Volker Kutscher (57), dem zweiten Fall der Bestseller-Reihe um Kommissar Gereon Rath. Geschrieben und inszeniert wurden die zwölf neuen Episoden von den Regisseuren und Autoren Henk Handloegten (geb. 1968, „Was nützt die Liebe in Gedanken“), Achim von Borries (51, „Blond: Eva Blond!“) und Tom Tykwer (55, „Lola rennt“). In den Hauptrollen kehren Volker Bruch (40) als Gereon Rath und Liv Lisa Fries (29) als Charlotte Ritter auf die Bildschirme zurück.

(ili/spot)/ © dpa-infocom, dpa:201007-99-853678/3

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