Mittwoch, 1. August 2018 08:40 Uhr

Wacken Open Air mit knapp 200 Bands, Otto und ca. 30 Grad

Was 1990 beschaulich mit 800 Besuchern auf einem kleinen Acker begann, gilt heute als größtes Metal-Spektakel der Welt. Rund 75.000 Fans pilgern jedes Jahr zum Wacken Open Air, um ihre Musik zu genießen.

Wacken Open Air mit knapp 200 Bands, Otto und ca. 30 Grad

Die „Pommesgabel“ als Gruß. Foto: Axel Heimken

Knapp 200 Rock-Legenden, große Bands und kleinere Acts der internationalen Metal-Szene, dazu ein Künstler, den man eigentlich nicht auf einer solchen Veranstaltung erwarten würde: Die 29. Auflage des Heavy Metal-Spektakels „Wacken Open Air“ beginnt am Mittwoch in Schleswig-Holstein. Auf knapp drei Quadratkilometern werden mehrere Bühnen für die rund 75 000 zahlenden Fans gleichzeitig bespielt. Die Tickets für das mehrtägige Event sind bereits ausverkauft, wie eine Sprecherin sagte.

„Otto ist ja eigentlich eine Musiker-Legende“

Als Headliner stehe unter anderem die britische Band Judas Priest am Donnerstag auf der Bühne. Aber auch Künstler, die weniger mit der Metal-Szene in Verbindung gebracht werden, stehen auf dem Programm. Der Entertainer Otto Waalkes – gerade 70 Jahre alt geworden – soll mit den Friesenjungs in der Nacht zu Samstag auftreten.

Wacken Open Air mit knapp 200 Bands, Otto und ca. 30 Grad

Otto Waalkes. Foto: Becher/WENN.com

Mit dem Hubschrauber sei er mal über den Wacken-Acker geflogen und habe das Headbanging-Meer aus zigtausend Hardrockschädeln in Bewegung gesehen. „Otto ist ja eigentlich eine Musiker-Legende“, sagt der Wacken-Gründer Thomas Jensen über den Ostfriesen. Der zumeist als Komiker bekannte Künstler stehe auch auf Rock und sei daher auf dem Festival gut aufgehoben.

Das Wacken Open Air gibt es seit 1990. Es gilt Polizeiangaben zufolge als „zumeist ausgelassen und friedlich“. In den knapp 30 Jahren seines Bestehens waren noch keine größeren Einsätze nötig – Streitereien oder handfeste Schlägereien lagen in der Vergangenheit „deutlich unter dem normalen Zeltfest-Durchschnitt“, heißt es. Auch in diesem Jahr geht die Polizei von einem weitgehend friedlichen Verlauf aus. Neben den Beamten sollen laut Veranstalter 1800 Security-Kräfte und Ordner im Einsatz sein.

Fahrzeuge im Blick behalten

Vor der Anreise wurde auf das sehr trockene Wetter hingewiesen. So solle geprüft werden, ob Autos zum Beispiel Flüssigkeiten verlieren und wie viel Hitze sie auf den Boden abstrahlen, da heiße Auspuffe Brände auslösen können. „Behaltet die Fahrzeuge daher nach eurer Ankunft genau im Blick, bis sie sich abgekühlt haben“, teilten die Veranstalter mit. Zudem solle wenn möglich ein Feuerlöscher mitgenommen werden.

Rund ein Drittel der Festivalbesucher kommt aus dem Ausland. Die Metal-Fans reisen zum Teil mit Sonderzügen an. Shuttle-Busse werden im ständigen Einsatz Festivalbesucher vom Bahnhof Itzehoe zum Open-Air-Gelände rund 45 Autominuten nordwestlich von Hamburg bringen. Die meisten campieren in einer auf Feldern errichteten Zeltstadt.

Die Freiwillige Feuerwehr eröffnet heute

Als Hauptanreisezeit geben die Veranstalter Dienstag und Mittwoch zwischen 10.00 Uhr und 16.00 Uhr aus. „Meidet diese Zeitfenster, wenn ihr unnötige Staus und Wartezeiten umgehen wollt“, heißt es auf der offiziellen Homepage des Festivals. Den inoffiziellen Startschuss zu dem Spektakel wird am Mittwochnachmittag traditionell der Musikzug der Freiwilligen Feuerwehr Wacken geben. (Marek Majewsky, dpa)

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