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Dienstag, 25. Dezember 2018 15:46 Uhr

Weihnachtsfilm-Tipp Nr. 2: „Der Grinch“ mit Jim Carrey

Foto: NBC Universal/supplied by WENN.com

Wer sich die Tage den aktuellen Animationsfilm des „Grinch“ angesehen hat, könnte durchaus Sehnsucht nach dem ´echten´ Film kommen. In unserer Filmtippreihe zu Weihnachten empfehlen wir heute: „Der Grinch“ mit Jim Carrey aus dem Jahr 2000.

Weihnachtsfilm-Tipp Nr. 2: "Der Grinch" mit Jim Carrey

Foto: NBC Universal/supplied by WENN.com

Der Grinch (Jim Carrey) ist grün, lebt abseits der Menge und ist derart chronisch schlecht gelaunt, dass es schon wieder Spaß macht. Die üble Laune wird immer schlimmer, je dichter die Weihnachtsfeiertage rücken. Weihnachten ist das verlogenste Fest überhaupt.

Der Grinch war nicht immer so. Es gibt eine Kindvariante in Ron Howards Fantasykomödie „Der Grinch“ von 2000. Grün war der Grinch schon immer und weil grün nicht weiss ist, wurde ihm regelmäßig von seinen Schulkameraden übel mitgespielt. Das Anderssein verselbständigte sich und aus dem Ausgestoßen werden wurde ein scheinbar selbstbestimmtes Außenseiterleben.

Ein grüner Junge wird gemobbt

Alle – bis auf eine – finden den Grinch grässlich und lassen ihren derben Spott an dem Jungen aus. Das tut weh. Nur Martha May Whovier (Christine Baranski) bekommt weiche Knie und himmelt den Grinch an. Alleine die umwerfende Christine Baranski in diesen Szenen zu sehen, ist es wert, sich den 2000er „Grinch“ anzusehen.

Alle Bewohner von Whoville, aus dem der Grinch sich einst fortgeschlichen hat, haben den ultimativen Weihnachtsfimmel. Die ganze Stadt ist dann im Konsumrausch, als gäbe es kein Morgen. Mehr, größer, alles – Beleuchtungswettbewerb, Geschenkegröße und -menge und jeder beschenkt jeden, dass es das reinste Irrenhaus ist. So sieht der Grinch das. Es geht nur noch um Selbstdarstellung, der Sinn des Weihnachtsfestes ist längst untergewühlt worden, irgendwo unter den 100 kg Geschenkpapier.

Ein sehr einsamer Grinch

Zu den wunderbaren Szenen gehört die „Homestory“. Der Grinch lebt mit seinem Hund in einem Berg und dreht langsam durch. Er ist einsam, in seinem Kalender hat er merkwürdige Termine, wie z.B. was er mittwochs vorhat: Starren in den Abgrund. Der Grinch pflegt seine Schwermut, aber er ist (anders als in der 2018 Animationsversion) tatsächlich böse. Das Böse ist nicht aufgesetzt – mit ihm ist wirklich nicht gut Kirschen essen. Diesen Spagat zwischen Wahn, Verzweiflung und Bosheit bekommt Jim Carrey überzeugend hin.

Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an Ein Beitrag geteilt von The Grinch (@grinchmovie) am Dez 24, 2018 um 9:59 PST

Alle sollen büßen. Alle, die den Grinch je geärgert haben. Alle, die ihn nie geärgert haben. Alle, die ihn kennen und alle, die noch nie von ihm gehört haben: Tabula rasa am Weihnachtsabend in Whoville.

Flott den Hund eingespannt

Zack, kriegt der Hund ein Paar Rentierohren verpasst und wird vor den Schlitten gespannt und ab geht die Sause. Der Grinch ist auf dem Weg. Der Tag der Generalabrechnung soll der Heilige Abend sein. Auf geht’s zum Geschenkeklau!

Der Grinch liegt natürlich daneben, wenn er denkt, dass Geschenke, Schnickschnack und Krimskrams Weihnachten ausmacht. Die Bekehrung der grünen Griesgrams findet inmitten von Whoville in aller Öffentlichkeit statt. Der Grinch erfährt Zuneigung und verliebte Blicke von Martha. So kann es enden!

Fazit: Oscargewinner Ron Howard (Regie) hat mit Jim Carrey den richtigen Hauptdarsteller für der Grinch vor der Kamera verpflichten können. Der Mann ist komisch und den Rest erledigt sein grünes Fell. Für alle, die anschließend in einen Christine-Baranski-Rausch verfallen wollen, sei als engste Freundin in „Mama Mia“ oder als Leonards Mutter in „The Big Bang Theory“ empfohlen. (Kinotante Katrin)

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