04.11.2020 14:52 Uhr

Wendlers neuer Wutpost – und was sagen jetzt der Manager und Universal Music?

Die Resonanz auf Michael Wendlers Videopost in der Nacht zum Dienstag waren offensichtlich nicht wie vom Meister kalkuliert. Die Folge: Shitstorm im Netz und sein Hauptarbeitgeber RTL will definitiv nichts mehr mit ihm zu tun haben. Die Folge: Der Wendler vorerst allein zu Haus. Mit Laura und seinem Telegram-Kanal. Doch einer hält zu ihm.

imago images / Revierfoto

Im Sammelbecken der Selbstzensur-Willigen postet er jetzt nach fast zwei Wochen Pause ein Statement, dessen Hintergrund allerdings nicht ganz klar ist, aber keinen Zweifel an seiner wahren Größe lässt: Der große Michael Wendler ist auf dem Weg zum Märtyrer.

Hier der Wortlaut (alle Schreibfehler wurden übernommen!).

„Mich hat es alles gekostet! Alles!“

„In eigener Sache! Ich habe mich als einer der wenigen Künstler erhoben und meine Meinung zu den für mich unerträglichen Maßnahmen der Bundesregierung geäußert!“, leitet er seinen Wut-Post ein. ‚Es gibt tausende Künstler die einfach schweigen‘, kritisiert er weiter. ‚Mich hat es alles gekostet! Alles!!!‘ Gebracht hat es mir ein reines Gewissen UND EIN BEFREITES HERZ! Wie kann sich also jemand wagen über mich zu urteilen, der nicht wie ich völlig selbstlos das für andere geopfert hat.“

Weiter heißt: „Es gibt hier bei Telegram echte Helden! Ich bin stolz einige davon persönlich zu kennen, jedoch sind die meisten anderen hier nur Kommentarwiederständler, mehr nicht! Ich kann und werde nicht akzeptieren wenn wir aufhören miteinander zu sprechen. Ich habe jedenfalls auch die ‚Grösse‘ mich für fehlerhafte Aussagen zu entscheiden. Genau das unterscheidet uns von Faschismus.“

Wendlers neuer Wutpost - und was sagen jetzt der Manager und Universal Music?

Foto: Telegram/Michael Wendler

Bis zu 6 Millionen Euro in den Sand gesetzt

Wendlers Noch-Manager Markus Krampe hatte Anfang Oktober in der Late-Night-Show von Oliver Pocher eingeräumt, dass sein Klient mit der einseitig vollzogenen, selbstauferlegten Trennung von RTL mehrere Millionen in den Sand gesetzt habe. Der Sänger hätte mit dem „umfangreichen Vertrag“ mit RTL bis zum Jahresende 2020 seine Millionenschulden abbezahlt und „bis Ende 2021 schlägt er da viereinhalb bis sechs Millionen Euro an Gagen in den Wind.“

Krampe hatte sich frühzeitig von Wendlers Aussagen distanziert und äußerte sich nach dessen Videobotschaft von Montagnacht heute erneut. Gegenüber RTL sagte der Event-Veranstalter, er sei sicher „das wars noch nicht mit Michael Wendler (…) Zeit heilt viele Wunden und hoffentlich auch diese.“ Er wolle weiter als Manager für Wendler und dessen fast 30 Jahre jüngeren Ehefrau Laura Müller fungieren und versuchen werde, „zu retten, was noch zu retten ist“.

Allerdings sei für Krampe die Löschung von den Telegram-Kanal „das A und O“. Und: Er warte noch auf eine Reaktion von dessen Plattenfirma, Marktführer Universal Music. Beim dessen erfolgreichen Sub-Label Electrola hatte der Sänger im Frühjahr erst einen nigelnagelneuen Vertrag unterschrieben…