Wetterdienst sagt schwere Sturmböen im Norden voraus

dpadpa | 01.12.2021, 13:50 Uhr
Vom Sturm aufgepeitschte Wellen türmen sich vor dem Norderneyer Strand «Am Cornelius» auf.
Vom Sturm aufgepeitschte Wellen türmen sich vor dem Norderneyer Strand «Am Cornelius» auf.

Volker Bartels/dpa

Im Norden der Republik sollten sich die Menschen warm anziehen. Der Deutsche Wetterdienst sagt kräftigen Sturm bis zu Orkanböen voraus. Auch den ersten Schnee könnte Tief „Daniel“ im Gepäck haben.

Mit Sturm und Schnee zieht der Dezember in Deutschland ein. Ab Mittwochnachmittag und der folgenden Nacht fegen über den Norden Sturmböen und schwere Sturmböen, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) in Offenbach vorhersagte. Grund ist Tief „Daniel“.

An den Küsten kann es Orkanböen geben. „Es besteht die Gefahr von herabstürzenden Ästen. Auch lose Gegenstände können verweht werden. Vereinzelt können Bäume auch umstürzen“, erklärte DWD-Meteorologin Jacqueline Kernn.

Bis zu 100km/h erwartet

Der DWD erwartet Böen mit Geschwindigkeiten von 100 Stundenkilometern in der Norddeutschen Tiefebene. An den Küsten sind Windspitzen um 120 Stundenkilometer, auf dem Brocken bis 150 Stundenkilometer möglich. Zudem sinkt in der Nacht zum Donnerstag die Schneefallgrenze, vor allem im Norden und Nordosten kann es der Vorhersage zufolge glatt auf den Straßen werden. Die Temperaturen sinken nachts auf fünf bis null Grad, im Bergland sowie im Norden bei klarem Himmel auf minus zwei Grad.

Am Donnerstag beruhigt sich der Wind. Im Süden und in der Mitte regnet es häufig, zum Nachmittag geht der Regen bis auf 300 Meter in Schnee über. Im Norden beginnt der Tag mit Schnee-, Schneeregen und Graupelschauern, auch kurze Gewitter sind möglich. Später lockern die Wolken hier auf. Die Temperaturen erreichen laut DWD im Norden vier Grad und in der Mitte maximal acht Grad. Im Süden und im Bergland ist es mit minus ein Grad kühler. Nachts schneit es an den Alpen.

Am Freitag ist es zunächst meist trocken, nur an den Küsten regnet oder schneit es. Nachmittags und abends ziehen im Nordwesten und Westen neue Regen- und Schneefälle herauf. Die Temperaturen liegen zwischen einem und sechs Grad, oberhalb von 500 Meter herrscht Dauerfrost. Zudem wird es im Westen und Norden wieder stürmisch. Die folgenden Tage sehen ähnlich aus: „Das Wochenende wird trüb und nass“, erklärte DWD-Meteorologin Kernn.