27.07.2020 16:27 Uhr

Whoopi Goldberg: „Es ist lächerlich, alte Filme wegen Rassismus zu verbannen“

Whoopi Goldbergs Meinung nach, findet sie es "lächerlich", rassistische Szenen aus älteren Filmen zu schneiden.

Foto: imago images / MediaPunch

Die berühmte Schauspielerin wurde kürzlich in einem Interview danach gefragt, was sie davon hält, dass der Film „Vom Winde verweht“ wegen seiner Darstellungen von Sklaverei und schwarzen Charakteren vorübergehend aus dem Programm des Senders „HBO Max“ entfernt wurde.

Erklärung des historischen Kontextes

Der Streaming-Dienst begründete seine Entscheidung so: „Diese rassistischen Darstellungen waren damals falsch und sind heute falsch, und wir waren der Meinung, dass es unverantwortlich wäre, die Ausstrahlung ohne eine Erklärung dieser Darstellungen aufrechtzuerhalten. Also haben wir den Film raus genommen. HBO Max wird ihn mit einer Erklärung des historischen Kontextes und einer Verurteilung genau dieser Darstellungen zurückbringen“.

Whoppi Goldberg: "Es ist lächerlich, alte Filme wegen Rassismus zu entfernen"

Foto: imago images / United Archives

„Das ist lächerlich“

„Du kannst doch den Leuten einfach nur sagen: ‚Hört zu, es ist was es ist'“, so Goldberg gegenüber „Deadline“. „Wisst ihr, lasst es doch einfach, wie es ist. Es wird sich nichts ändern. Ihr könnt nicht Szenen einfach raus schneiden. Das ist lächerlich. So war es nun mal“.

Die Schauspielerin fügte hinzu: „Es gibt eine Menge Dinge, die erklären, warum dies die vorherrschende Einstellung war, aber man muss den Menschen Kontext geben. Ich denke in einer Welt, in der Kontext jetzt eine Kunstform ist, können die Menschen den Grund dafür nicht wirklich erkennen. Wenn ihr wisst, warum es so passiert ist, dann macht es nicht noch mal so“.

„Es läuft nun mal langsam“

Und weiter: „Wir möchten, dass sich alles beruhigt. Aber wir können nicht alles auf einmal reparieren. Es wird eine Weile dauern, und ich denke, der Schlüssel, an den sich alle erinnern müssen, ist: Wann immer wir darüber reden, müssen wir darüber reden wie es war, wie es jetzt ist und wie es sein wird.“