Wie Vanessa Mai bei ihrer Show 3.500 Leute vertrieben hat

Wie Vanessa Mai bei ihrer Show 3.500 Leute vertrieben hat
Wie Vanessa Mai bei ihrer Show 3.500 Leute vertrieben hat

© IMAGO / eu-images

24.04.2021 11:00 Uhr

Popstar Vanessa Mai hat über den Tiefpunkt ihrer Karriere gesprochen. Sie hat schon mal ein Open Air leergespielt.

Die Schlagersängerin hat so einige schwere Tage wegstecken müssen, doch nur einer ist ihr wirklich in Erinnerung geblieben. Im Interview mit dem Magazin „DB Mobil“ erzählte sie jetzt, wie ihr Publikum einmal bei ihrem Konzert nach und nach ging und sie weinend zurückließ.

Vanessa Mai in der Krise

„Ich habe auch schon einmal einen Platz leer gespielt“, erinnert sich die 28-Jährige: „Zu der Zeit hatte ich eine Krise. Ich war damals mit meiner neuen Band am Start, auf einem Open-Air-Festival in Rheinland-Pfalz mit rund 4.000 Leuten, die meinetwegen gekommen waren.“ Sie und ihre Band sei nicht eingespielt gewesen, außerdem habe es geregnet, „und ich war total neben mir. In der ersten Sekunde, in der ich draußen auf der Bühne war, habe ich gespürt: Das wird nichts. Und ich hatte 90 Minuten Set vor mir.“

„Es wurde immer leerer“

Es sei dann „immer leerer geworden, und am Ende waren ungefähr noch 500 Leute da.“ Vanessa Mai erzählte weiter: „Ich kann alles durchziehen, aber das war das erste Mal, dass ich nach einem Auftritt von der Bühne gerannt, heulend ins Auto gesprungen und weggefahren bin.“

Die Sängerin weiter: „Wir sind eine Woche später vor 6.000 Leuten aufgetreten, es lief wie geschmiert, und keiner ist gegangen.“

Vanessa Mai in schwierigen Zeiten

Später erfand sich die Sängerin neu. Grund waren unterschiedliche Meinungen ihrer Mitarbeiter: „Die einen haben gesagt: ‚Wir machen jetzt mal ein bisschen was Cooles.‘ Die anderen meinten: ‚Jetzt werde doch wieder einmal unser Schlagermädel‘.“

Viele vermuteten damals, Mai sei depressiv. Doch das stimmte nicht: „Es war einfach eine schwierige Zeit, weil ich gegen diese Meinungen ankämpfen musste und gleichzeitig herausfinden wollte, was ich bin und wofür ich stehe. Und irgendwann kam ich an einen Punkt, an dem gefühlt gar nichts mehr von mir da war.“ (Bang)