Donnerstag, 4. Juni 2020 20:36 Uhr

Wo ist Huxley? Polizei sucht Adoptivsohn (4) von US-Influencerin

Youtube/ Myka Stauffer

Wo ist Huxley? Der Fall des vierjährigen autistischen Adoptivsohnes von Myka Stauffer (32) sorgt für Furore. Als die US-Influencerin und Ehemann James Huxley 2017 aus China holten, wurde die Adoption medial ausgeschlachtet und von abertausenden Followern gefeiert.

Im Juni 2020 liegt die einstige Traumfamilie in Scherben. Letzte Woche offenbarte Myka, dass sie Huxley weggegeben habe. Der Grund: die Familie fühlt sich von Huxleys speziellen Bedürfnissen schlichtweg überfordert, der Kleine leidet unter anderem unter Autismus.

Quelle: instagram.com

Die bis vor kurzen noch als „Youtube Mom“ gefeierte Super-Mama hat Huxley nicht nur in eine andere Familie gegeben, sie löschte auch alle Fotos von ihm von ihrem Instagram-Account. Harmonie wieder hergestellt: Dort sind inzwischen nur noch ihre eigenen vier Kinder samt Ehemann James zu sehen.

Wo ist Huxley jetzt?

In einem tränenreichen Video verkünden der YouTube-Star (mehr als 204 000 Follower) und Ehemann James die krasse Entscheidung. Sie begründen den drastischen Schritt auch damit, dass Huxley in seinem neuen Zuhause nun endlich die spezielle Zuwendung erhalten könne, die er benötigt.

Jetzt drängt sich die Frage auf: Wo ist der Junge? Geht es ihm gut – und wie wird seine Zukunft aussehen? Das fragen sich inzwischen auch die Behörden: Die Polizei in Delaware im US-Bundesstaat Ohio sucht inzwischen nach dem Jungen, um sicherzugehen, dass es dem Kind gut geht, wie „BuzzFeedNews“ berichtet.

Quelle: instagram.com

War bereits die Adoption illegal?

„Wir haben diesen Fall sehr im Blick“, sagt Sprecherin Tracy Whited. „Wir untersuchen, aber es ist ein laufender Fall und so können wir noch nicht viel dazu sagen.“

Es werde überprüft, wo sich der Junge aufhält und unter welchen Bedingungen er jetzt lebt. Eine Rolle spielt dabei auch, wie der Vierjährige überhaupt adoptiert und nun in eine neue Familie vermittelt werden konnte.

Ein Sprecher der Vermittlungsagentur, auf die die Familienfürsorge von Ohio verwiesen hatte, teilte inzwischen mit, dass man als Behörde nicht offiziell an einer Adoption oder Übergabe beteiligt gewesen sei.

Es klang jedoch an, dass ein einzelner Mitarbeiter des Dienstes involviert gewesen sein könnte. Das klingt alles eher nach nicht ganz koscherer Nacht-und-Nebel-Aktion, als nach legaler Adoption oder späterer Übergabe.

Genau diese vermeintliche Herzlosigkeit ist es auch, die bei den mehr als 700.000 Followern von Myka Stauffer einen Sturm der Entrüstung ausgelöst hat. Was den Followern besonders aufstösst: Die selbst ernannte „Youtube Mom“ berät ihre Fangemeinde zu – richtig: Familienthemen.

Die vorerst rein digitale Kritik über Huxleys Weggabe, ist inzwischen unangenehm real  geworden: Laut Medienberichten sollen mehrere große Werbepartner die Zusammenarbeit mit der Influencerin inzwischen beendet haben.

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