Donnerstag, 21. Juni 2018 22:39 Uhr

Wolfgang Niedecken: „Ich werde hingehen, bis sie nicht mehr spielen“

Kölsch-Rocker Wolfgang Niedecken verehrt Bob Dylan, seine anderen Heroen sind die Rolling Stones. Sie wurden für den BAP-Sänger Vorbilder fürs Leben.

Wolfgang Niedecken:  "Ich werde hingehen, bis sie nicht mehr spielen"

Foto: Uwe Anspach

Der 67-Jährige hat sehr viel von den berühmten Kollegen gelernt – und ist noch immer ein großer Fan. „Ich werde hingehen, bis sie nicht mehr spielen“, sagte er der Deutschen Presse-Agentur. „Die Stones haben mich gelehrt, wie man gegenüber vermeintlichen Autoritäten auftreten kann und mir Rüstzeug fürs Leben gegeben.“ Er wolle die Band in wenigen Tagen entweder in Berlin (22. Juni) oder in Stuttgart (30. Juni) sehen.

Sein „Lieblings-Stone“ sei Gitarrist Keith Richards (74). „Als der in München seine Nummern singen durfte – ‚Happy‘ und ‚Slipping Away‘ – hatte ich Gänsehaut und Tränen in den Augen, wie der alte weise weiße Bluesmusiker singt, dass ihm etwas entgleitet.“ Für ihn seien diese Songs der Höhepunkt. „Andere gehen da Bier holen. Ich warte auf diese zwei Nummern. Ich brauche ‚Satisfaction‘ nicht zu hören“, sagte Niedecken.

Rock’n Roll hat keine Altersgrenze

Er sieht keine Altersgrenze im Rock’n’Roll. „Wer allen Ernstes denkt, Rock’n’Roll sei nur der Jugend vorbehalten, der vertut sich. Das stimmt einfach nicht.“ Rock’n’Roll sei Weltvolksmusik. „Du siehst auch, wie Menschen wieder aufblühen, wenn sie bestimmte Songs hören – das erleben wir ja selbst.“

Quelle: instagram.com

Über die Stones sagte der BAP-Sänger weiter: „Natürlich werden die älter. Aber wenn man einmal begriffen hat, dass sie tatsächlich spielen wollen, ist das okay. Sie müssen es aus keinem anderen Grund mehr tun. Die genießen es, auf der Bühne zu stehen mit ihrer Musik, die sie seit fast 60 Jahren betreiben.“ (dpa/KT)

OK

Hinweis: Durch Nutzung von klatsch-tratsch.de stimmen Sie der Verwendung von Cookies für Analysezwecke, personalisierte Inhalte und Werbung zu. Mehr erfahren