Samstag, 7. September 2019 21:25 Uhr

Woody Allen findet sich von #MeToo ungerecht behandelt

Bild: imago images / UPI Photo

Es ist kaum zu glauben, aber gerade Regisseur Woody Allen (83) findet sich von der #MeToo-Bewegung komplett unfair dargestellt! Warum?

Als die #MeToo-Debatte im Oktober 2017 begann, ging es zunächst um den Filmproduzenten Harvey Weinstein (67). Der soll etliche Schauspielerinnen sexuell belästigt und sogar missbraucht haben. Zu den Opfern gehören unter anderem Rose McGowan (46), Ashley Judd (51), Cara Delevingne (27), Angelina Jolie (44) und Selma Hayek (53).

Schnell weitete sich die Debatte aus: Frauen aus vielen Branchen erzählten, wie ihnen am Arbeitsplatz sexuelle Gewalt jeglicher Art zugefügt worden war. Bald wurde klar, dass es sich bei Weinstein nicht um Einzelfall handelt.

Woody Allen ein Pädophiler?

Im Zuge dessen musste natürlich diskutiert werden, wie man mit den Männern umgeht, denen solche schlimmen Vorwürfe gemacht werden. Sollen sie aus Hollywood verstoßen werden? Die Debatte drehte sich bald auch um Woody Allen, der 1993 von seiner Ex-Frau Mia Farrow (74) beschuldigt wurde, ihre Tochter Dylan Farrow (34) sexuell missbraucht zu haben. Das Opfer war damals erst acht Jahre alt gewesen.

Woody Allen selbst bestreitet die Vorwürfe bis heute vehement. Auch seine langjährige Kollegin Scarlett Johansson (34) verteidigte ihn erst diese Woche im Interview mit „The Hollywood Reporter.“

Woody Allen findet sich von #MeToo ungerecht behandelt

Foto: imago images / Prod.DB

Posterboy für #MeToo-Bewegung

Der Filmemacher geht sogar noch weiter. Er findet, dass die Verfechter der #MeToo-Debatte ihn nicht als Täter, sondern als Aushängeschild für ihren Zweck sehen sollten. Gegenüber France24 sagte er:

„Ich habe mit Hunderten von Schauspielerinnen gearbeitet und nicht eine hat sich jemals über mich beschwert. Nicht eine! Ich habe mit Frauen gearbeitet, habe ihnen Top-Stellen gegeben und wir haben ihnen immer den gleichen Lohn bezahlt wie den Männern. Ich habe alles getan, für das die #MeToo-Bewegung kämpft.“

Puh, diese sehr selbstbewusste Aussage wird sicher starke Reaktionen auslösen, insbesondere weil Dylan Farrow auch 25 Jahre später sehr lautstark bei ihren Aussagen bleibt.

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