Donnerstag, 24. Mai 2018 09:44 Uhr

Woody Allen weiter unter Beschuss: Jetzt wird’s schmutzig

Eine große Familie, viele Vorwürfe, wenig Zuneigung, und das seit Jahren. Die Kinder von Woody Allen und Mia Farrow tragen alte Vorwürfe erneut öffentlich aus.

Woody Allen weiter unter Beschuss: Jetzt wird's schmutzig

Foto: WENN.com

Moses Farrow hat seinen Adoptivvater Woody Allen (82) gegen Missbrauchsvorwürfe von seiner Schwester Dylan Farrow (32) erneut in Schutz genommen. In einem Blogeintrag am Mittwoch machte der 40-Jährige Fotograf und Therapeut zugleich seiner Adoptivmutter Mia Farrow (73) Vorwürfe, die Schauspielerin habe ihn und andere seiner vielen Geschwister misshandelt.

Große Angst vor seiner Mutter

Er habe in großer Angst vor seiner Mutter gelebt. Sie habe viele ihrer Kinder geschlagen, für geringste Vergehen hart bestraft, einer Gehirnwäsche unterzogen und sie später gegen Woody Allen aufgebracht, schreibt Moses Farrow. Angesichts der „unglaublich falschen und irreführenden Attacken“ gegen seinen Vater melde er sich nun erneut zu Wort. Allen werde in der Öffentlichkeit für ein Verbrechen verurteilt, das er nicht begangen habe, schreibt der Sohn.

Quelle: twitter.com

Dylan Farrow hatte Anfang des Jahres erneut Missbrauchsvorwürfe gegen den Regisseur vorgebracht. Er habe sie als Siebenjährige im Elternhaus an ihren Geschlechtsteilen angefasst, sagte sie in einem TV-Interview. Der vierfache Oscar-Preisträger hat die Vorwürfe stets zurückgewiesen.

Er sei an dem Tag des angeblichen Vorfalls im August 1992 als 14-Jähriger an der Seite seiner jüngeren Schwester gewesen, schreibt Moses Farrow in dem Blog. Darin weist er Dylans Ausführungen über die Umstände der von ihr beschriebenen Belästigung als erfunden ab.

Moses „eine gestörte Person“?

Dylan Farrow reagierte am Mittwoch scharf auf die Darstellung ihres Bruders. Er sei eine „gestörte“ Person, schrieb sie auf Twitter. Dies sei ein Versuch, ihre „glaubwürdigen“ Vorwürfe zu diskreditieren. Sie nahm auch ihre Mutter in Schutz, die nach Dylans Worten immer zu ihnen gehalten habe.

Die junge Frau hatte erstmals 2014 öffentlich gegen ihren Vater Front gemacht. Im Zuge der „Time’s Up“- und „Me Too“-Bewegung brachte sie die Missbrauchsvorwürfe im Januar erneut vor. Schauspieler wie Colin Firth, Timothée Chalamet, Mira Sorvino, Greta Gerwig und Ellen Page erklärten daraufhin, dass sie zukünftig nicht mehr mit Allen drehen wollten.

Allen hat die lange bekannten Anschuldigungen stets bestritten. Mia Farrow hatte nach ihrer Trennung von Allen 1992 in einem Sorgerechtsprozess erstmals von Missbrauch gesprochen. Die Polizei ermittelte, es kam aber nicht zu einer Anklage. Allen verlor allerdings das Sorgerecht für die drei gemeinsamen Kinder, Dylan, Moses und Ronan. Er ging damals eine Beziehung mit Farrows Adoptivtochter Soon-Yi Previn ein, seit 1997 sind die Eltern von zwei Kindern miteinander verheiratet. (dpa/KT)

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