„Wunderkind“ Laurent (11) beendet Physik-Studium

Laurent Simons hat in Rekordzeit seinen Abschluss gemacht.
Laurent Simons hat in Rekordzeit seinen Abschluss gemacht.

Alexander Simons/dpa

05.07.2021 18:27 Uhr

In seinem Alter denken wohl nur die wenigsten Kinder an ein Studium. Bei Laurent aber ticken die Uhren ganz anders. Und Quantenphysik mag der Junge ganz besonders.

„Wunderkind“ Laurent Simons (11) hat sein Physikstudium an der belgischen Universität Antwerpen erfolgreich abgeschlossen. „Mit höchster Auszeichnung“, wie sein Vater Alexander Simons der Deutschen Presse-Agentur in Amsterdam mitteilte.

Ein gutes Jahr nur brauchte der belgisch-niederländische Junge für das Pensum, für das normalerweise drei Jahre gerechnet werden. „Ein tolles Gefühl, dass ich das geschafft habe“, sagte Laurent. Die Quantenphysik habe ihn besonders interessiert. „Aber daneben habe ich auch noch viele andere Projekte.“ Jetzt will Laurent seinen Master machen und dann promovieren.

Abitur mit acht Jahren

Laurent ist hochbegabt und hatte schon mit acht Jahren sein Abitur gemacht. Danach hatte er zunächst Elektrotechnik an der Universität Eindhoven studiert, aber Ende 2019 kurz vor dem Bachelor-Abschluss im Streit mit der Unileitung das Studium abgebrochen. Danach wollte er zunächst in Israel weiter studieren, doch wegen der Corona-Pandemie waren Reisen nicht möglich.

Studieren in Antwerpen war super, sagte Laurent. Es hatte für ihn auch noch zwei große persönliche Vorteile: Er konnte regelmäßig seine Großeltern in Flandern besuchen und seine beiden Hunde konnten bei ihm bleiben. Die Corona-Pandemie habe sein Studium kaum beeinträchtigt, sagte Vater Alexander. Schließlich sei er es gewohnt, selbständig zu lernen.

Er hat ein ehrgeizges Ziel

Nach dem Sommer will Laurent seinen Master ebenfalls in Antwerpen machen. Gemeinsam mit Unis in Israel, Großbritannien und den USA wird ein Programm für ihn maßgeschneidert. Deutlich ist, dass es bei der Physik nicht bleibt. Laurent hat ein ehrgeiziges Ziel: Das menschliche Leben verlängern. Etwa durch die Entwicklung von künstlichen Organen.