25.04.2020 13:56 Uhr

Wutkoch Tim Mälzer geht auf die Straße: „Fühle mich verarscht“

imago images / Chris Emil Janßen

Als Gastronom bekommt TV-Koch Tim Mälzer die Auswirkungen der Corona-Krise besonders hart zu spüren. Mittlerweile ist der 49-Jährige stinksauer, weswegen er zuletzt auf die Straße gegangen ist, um zu protestieren.

Immerhin beschäftigt Mälzer als Betreiber mehrerer Restaurants rund 200 Angestellte, deren finanzielle Existenz aufgrund der vorläufigen Schließung der Lokale auf dem Spiel steht. Doch bisher scheint die Politik die Mitarbeiter der Branche finanziell kaum zu unterstützen, was Mälzer mächtig auf den Geist geht.

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420 leere Stühle

Aus diesem Grund hat der TV-Koch Mitarbeiter die in der Gastronomie tätig sind am 24. April dazu aufgerufen, vor dem Hamburger Rathaus mit dem vorgesehenen Abstand zueinander demonstrieren. Zudem hat er 420 Stühle platziert, die symbolisch für die 4200 geschlossen Betriebe stehen sollten.

„So langsam fühle ich mich verarscht. Den Begriff Wutbürger mag ich nicht, deshalb wähle ich lieber den Begriff Wut-Koch“, so der ‚Kitchen Impossible‚-Chef gegenüber RTL. „Ich schaue hier in feuchte Augen von Leuten die hinnehmen müssen, dass ihre Läden nicht mehr existent sind“, erzählt er weiter.

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„Wir fordern ein gemeinsames und konkretes Planen der Wiedereröffnung unter Corona-Bedingungen“, schrieb der Koch zudem auf Instagram. Wann die Restaurants wieder öffnen können, wurde von der Regierung bisher noch nicht kommuniziert.