11.03.2020 16:55 Uhr

Xavier Naidoo äußert sich zum kontroversen Video

imago images / Future Image

Seit Dienstag kursiert von Xavier Naidoo ein Video im Netz, in dem er verstörende Songzeilen singt. In dem Clip, dass zunächst auf dem Messenger-Dienst ‚Telegram‘ verschickt wurde hört man ihn singen:

„Ich hab‘ fast alle Menschen lieb, aber was, wenn fast jeden Tag ein Mord geschieht, bei dem der Gast dem Gastgeber ein Leben stiehlt? Dann muss ich harte Worte wählen, denn keiner darf meine Leute quälen. Wenn doch, der kriegt’s mit mir zu tun. Lass‘ uns das beenden, und zwar nun. Ihr seid verloren.“

Xavier Naidoo sitzt ja aktuell bei  RTL in der DSDS-Jury und der Sender veröffentlichte ein kurzes Statement bei Twitter und forderte den Sänger auf, sich zu dem Video zu äußern: „1. Wir distanzieren uns von jeglicher Form von Rassismus, 2. Auch wir sind irritiert von dem aufgetauchten Video, 3. Wir erwarten klare Antworten von Xavier.“

Das sagt Xavier

Jetzt meldete sich Xavier Naidoo endlich auf seinem Instagram-Account zu Wort: „Ich setze mich seit Jahren aus tiefster Überzeugung gegen Ausgrenzung und Rassenhass ein. Liebe und Respekt sind der einzige Weg für ein gesellschaftliches Miteinander. Das bedeutet für mich aber auch, dass alle in der Verantwortung sind, wachsam gegenüber Angriffen auf ein friedliches Miteinander aller Menschen zu sein, egal aus welcher politischen Richtung und ungeachtet der Herkunft.“

Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an Ein Beitrag geteilt von Xavier Naidoo (Official) (@xaviernaidoo) am Mär 7, 2020 um 6:21 PST

Das besagte Video soll laut dem Statement aus dem Jahr 2018 stammen und der Sänger „wendet sich gegen die absolut falsche Interpretationen seiner Aussagen.“

Follower bleiben irritiert

Weiter heißt es in dem Statement: „Auch meine Familie kam als Gast nach Deutschland und hat sich natürlich an Recht und Moralvorstellungen des Gastgebers gehalten. Diese Selbstverständlichkeit sollte für alle gelten – auch wenn nur ein sehr kleiner Teil dies missverstanden hat. Aber gerade dieser kleine Teil belastet alle anderen, die hierdurch in ‚Sippenhaft‘ genommen und durch eine erschreckende Zunahme Gewaltakten in Gefahr gebracht werden.“

Seine Follower sind von dem Statement nicht wirklich überzeugt, einer schreibt: „Also eigentlich revidiert das letzte Drittel die ersten Beiden“ und ein anderer stimmt zu: „Tragische Gewalttaten“ – wenn man sich in einem Text angeblich von Rassismus distanziert, um ein paar Zeilen später das Kind nicht beim Namen nennen zu wollen.“