Sonntag, 29. März 2020 14:35 Uhr

Xavier Naidoo: „Ich habe mir die Reichweite von RTL zunutze gemacht“

Foto: Starpress/Robin Loesch

Xavier Naidoo meldet sich wieder zu Wort. Nachdem der Musiker vor zwei Wochen wegen fragwürdiger Videos, in denen er gegen Flüchtlinge hetzte, aus der Jury von DSDS flog, meldet er sch nun wieder zu Wort.

Naidoo habe dem auf den Philippinen lebenden deutschen Journalisten und Autor Oliver Janich ein längeres Interview gegeben. Janich wiederum hat die Antworten des Musikers teilweise auf seinem Telegram-Kanal veröffentlicht. Ansonsten sind diese bezahlpflichtig auf einem „Premium-Kanal“ von Janich zu haben.

„Ich nehme das niemanden übel“

Einige Zitate fanden dennoch den Weg in die Öffentlichkeit. So habe Xavier Naidoo über seinen Rauswurf aus der Jury von ‚Deutschland sucht den Superstar‘ laut Branchendienst dwdl.de gesagt: „Ich denke, die müssen einfach nur tun, was sie tun müssen um die Show weiterzumachen. Da kann man dann, glaube ich, mit so einer Meinung, die ich da vertrete, wahrscheinlich nicht so gut agieren. Aber das nehme ich niemandem übel. Ich muss aber trotzdem einfach weiterhin zu meiner Meinung stehen und meine Meinung sagen können. Und wenn ich dadurch Nachteile habe, dann ist das halt so.“

Offenbar habe Naidoo aber auch die Riesen-PR für sein neues Album nutzen wolle, von dessen Veröffentlichung er ahnte, dass es ihm nicht nur Freundlichkeiten einbringen würde. Dazu sagte der 48-Jährige Mannheimer: „Außerdem wusste ich, dass ich mit dem Album, das ich jetzt hier habe, auch ein Album habe – würd ich mal sagen – wo ich danach vielleicht nicht mehr die Chance bekomme, in so ’ner Show mitzumachen und deswegen habe ich die Chance wahrgenommen. Das heißt: Ich habe mir die Reichweite von RTL zunutze gemacht.“

„Klimawandel ist nicht menschengemacht“

An einer anderen Stelle lässt er seine Sympathien für Verschwörungstheorien aus dem Sack. „Zur Klimawandel-Debatte gibt es für mich das zu sagen, dass ich glaube, dass die Wissenschaft sich zu sehr auf die Hockeyschlägertheorie stützt und dass, wie doch einige wissen, mittlerweile belegt ist, dass diese Hockeyschlägerkurve gar nicht existiert“, erzählte er laut ‚Muti Express‘. „Und deshalb, glaube ich, sind wir gut vorbereitet auf eine eventuelle Diskussion mit allen möglichen Wissenschaftlern, die der anderen Meinung sind, dass es eben einen menschengemachten Klimawandel gibt – und das glaube ich nicht. Ich habe mich da vor vielen Jahren schon schlau gemacht, als ich gefragt wurde, bei diesem Klimakonzert damals in Berlin mitzumachen. Da habe ich meinem Veranstalter, dem Marek Lieberberg, gesagt, dass ich die Meinung nicht ganz teile und bei dem Konzert nicht mitmachen werde. Damals habe ich mir schon den berühmten Film… ‚Climate Swindle‘ oder so was… angeschaut, hab dann meine Nachforschungen gemacht und bin zu dem Schluss gekommen, dass CO2 nicht der großer Veränderer des Klimas ist, sondern sich die CO2-Werte erst im Anschluss an die Klimaveränderung verändern. Darüber kann man glaube ich ziemlich gut diskutieren und sollte man auch. Deswegen habe ich dich da gern unterstützen wollen, um diese Debatte anzustoßen.“

Zum Schluss sagte Naidoo: „Ich bin kein Freund von Parteien generell. Ich geh nicht wählen, ich beteilige mich nicht daran, ich glaube es ist nicht richtig, sich in diesem Unrechtssystem per Wahl auch noch an dem Unrecht zu beteiligen.“

Ob Xavier Naidoo das Interview mit einem Alufolienhut auf dem Kopf gegeben hat, ist nicht bekannt.

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