Montag, 14. Juni 2010 00:52 Uhr

Fußball-WM im ZDF: Eklat um „inneren Reichsparteitag für Miroslav Klose“

Berlin. ZDF-Moderatorin Katrin Müller-Hohenstein ließ Sonntagabend bei der Kommentierung des WM-Spiels Deutschland gegen Australien (4:0) mit Co-Moderator Oliver Kahn mit einem journalistischen Faux Pas der Extraklasse aufhorchen.
Sie sprach von einem „inneren Reichsparteitag“. Wörtlich sagte die 44-jährige nach dem 2:0 von Miroslav Klose: „Das ist für Miro Klose doch ein innerer Reichsparteitag, jetzt mal ganz im Ernst, dass der heute hier trifft.“ Müller-Hohenstein hatte sich – mal ganz im Ernst jetzt – während der Sendung nicht entschuldigt.

ZDF-Sportchef Dieter Gruschwitz beeilte sich nach der Entrüstung zahlreicher Zuschauer, die sich vor allem Internet ordentlich Luft gemacht hatten, über Twitter zu erklären: „Es war eine sprachliche Entgleisung im Eifer der Halbzeitpause. Wir haben mit Katrin Müller-Hohenstein gesprochen, sie bedauert die Formulierung. Es wird nicht wieder vorkommen.“

Die Ex-Tagesschausprecherin Eva Herman mußte jedenfalls nach ihren Vergleichen mit den Nationalsozialisten ihren Hut nehmen.

Durchschnittlich 27,91 Millionen Zuschauer verfolgten die Begegnung, die das ZDF live ab 20.30 Uhr übertrug. Der Marktanteil erreichte außergewöhnlich hohe 74,4 Prozent. Fans beim Public Viewing wurden
nicht erfasst.

Katrin Müller-Hohenstein

ZDF

Moderatorin Katrin Müller-Hohenstein und die Aufnahmeleiter Christoph Beau und Cäcilia Herr unterhalten sich am letzten Mittwoch während einer Probe im ZDF-Studio im International Broadcast Center (IBC) in Johannesburg (Südafrika). Fotos: ZDF/Sascha Baumann

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