Montag, 2. September 2019 10:19 Uhr

„Zehn Gründe, Luke Mockridge zu hassen“

Foto: imago images / Future Image

Luke Mockridge (30) kehrt Mitte September wieder ins Fernsehen zurück. Nun plaudert der Comedian, der mit einem umstrittenen Auftritt im Fernsehgarten ordentlich Schlagzeilen sorgte, auch darüber, dass er sich auf der Bühne viel wohler fühle als im echten Leben. Und unsere Überschrift erklärt sich nach dem Lesen des Artikels dann auch.

„Das ist etwas ganz anderes als zum Beispiel auf einer Party oder in einer anderen sozialen Situation. Da bin ich viel unsicherer.“ Auf der Bühne könne ihm nichts passieren, auf einer Party schon, sagt Mockridge im Interview mit ‚DB Mobil, dem Magazin der Deutschen Bahn. „Dort analysiere ich: Wie werde ich gesehen? Was wird jetzt hier von mir verlangt? Wie gebe ich mich?“

Mockridges Shows sind fast immer komplett ausverkauft. Und oft spielt der 30-Jährige an zwei Abenden hintereinander in derselben Stadt. Im aktuellen Programm „Welcome to Luckyland“ ist der Komiker oft laut und manchmal derb. Doch immerder Strahlewmanm  trifft das Zeitgefühl seiner Altersgenossen und auch deutlich Jüngerer.

"Zehn Gründe, Luke Mockridge zu hassen"

„Lukes Greatnightshow“. Foto: SAT.1

Seine Programme sind Monarchie

Sein Tourprogramm bezeichnet Mockridge nicht etwa als Anarchie, nein als Monarchie, wenn nicht gar Diktatur: „Wenn mir jemand rät: „Mach doch nicht so viele abseitige Themen, lass vielleicht die Saufgeschichten weg“, sage ich: „Nein, ich mache das, was ich lustig finde, und wenn die Zuschauer zu jung oder zu alt dafür sind, ist das nicht mein Problem.“

Im Interview wehrt er sich aber gegen den in der „Süddeutschen Zeitung“ formulierten Vorwurf, er würde seinem Publikum wenig abverlangen: „Die ‚Süddeutsche‘ ist neben der ‚Frankfurter Allgemeinen‘ für mich die klügste und reflektierteste Tageszeitung, aber natürlich wird sie stets von einem Anti-Mainstream-Gedanken getrieben. Ich glaube, als Feuilletonschreiber solcher Zeitungen muss im Jobprofil stehen, dass man Sachen wie Sat.1-Comedy pauschal ablehnt und ZDFneo-Sendungen und Jan Böhmermann vergöttert. Dass die eine Sendung zwei Millionen Zuschauer hat und die andere hunderttausend, das spielt ja auch mit rein.“

Die Lieblinge des Feuilletons

Trotzdem bedauert er, dass er nicht stärker vom Feuilleton gefeiert wird. „Ich bin Millennial. Und Millennials wollen immer das, was sie gerade nicht haben. Ich glaube, ein Jan Böhmermann und ein Klaas Heufer-Umlauf hätten total gerne ausverkaufte Arenen oder ein Millionenpublikum, und ich hätte total gerne den offiziellen, blauen Haken des Feuilletons. Dass man sagt: ‚Ja, der ist zeitgeistig relevant und toll.‘ Aber der interessantere Artikel ist eben: ‚Zehn Gründe, Luke Mockridge zu hassen.'“

Nun, uns hier in der Redaktion fällt ja nicht mal einer ein. Wir lieben den Kerl!

Übrigens: Am 13. September startet Lukes neue Primetime-Sendung: „Lukes Greatnightshow“!

"Zehn Gründe, Luke Mockridge zu hassen"

Foto: DB MOBIL/Nikita Teryoshin

 

Das könnte Euch auch interessieren

OK

Hinweis: Durch Nutzung von klatsch-tratsch.de stimmen Sie der Verwendung von Cookies für Analysezwecke, personalisierte Inhalte und Werbung zu. Mehr erfahren