24.10.2020 12:00 Uhr

Zeitumstellung: Das hilft gegen den Herbstblues

Die Zeitumstellung ist da, die Tage werden kürzer. Wem das zu schaffen macht, kann drinnen und draußen etwas dagegen unternehmen.

Syda Productions/Shutterstock.com

Nur 23 Prozent der Deutschen halten die Zeitumstellung laut einer repräsentativen Umfrage der DAK-Gesundheit aus dem Februar 2020 noch für sinnvoll. Der Anteil derer, die durch die Uhrzeitänderung an gesundheitlichen Problemen leiden, sei mit mehr als einem Viertel der Befragten konstant hoch, hieß es. Besonders Schlafprobleme und Müdigkeit seien auf dem Vormarsch.

In der Nacht vom 24. auf den 25. Oktober wird nun erneut an der Uhr gedreht, dann gibt es eine Stunde mehr an Schlaf: Um drei Uhr morgens wird die Uhr auf zwei Uhr zurückgestellt. Am letzten Sonntag im Oktober gilt dann in allen Staaten der Europäischen Union wieder die „Normalzeit“. In der Bundesrepublik Deutschland war die Sommerzeit 1980 eingeführt worden, um Energie zu sparen. Der Effekt ist letztlich gering, sagen Kritiker.

Wie lange noch an den Uhren gedreht werden muss, ist unklar. Eigentlich wollte die EU zum Jahr 2021 die Zeitumstellung beenden. Eine deutliche Mehrheit von 4,6 Millionen befragten Bürgern war 2018 für die Umstellungs-Abschaffung und die dauerhafte Beibehaltung der Sommerzeit. Schlafforscher hingegen betonen, dass für den natürlichen Rhythmus die Winterzeit deutlich besser sei. So sind sich auch die Mitgliedsstaaten nicht einig, ob nun Sommer- oder Winterzeit gelten soll. Und es bleibt voraussichtlich fürs Erste bei der Zeitumstellung.

Das hilft gegen den Herbstblues

Auch wenn viele Leute die Zeitumstellung im Oktober als weniger schlimm empfinden als die im Frühjahr: Einigen Menschen machen der geänderte Rhythmus und die kürzeren Tage im Herbst zu schaffen. Bei einem Stimmungstief können aber oft schon kleine Dinge Wunder wirken. Man kann sich beispielsweise zu Hause eine Wohlfühloase schaffen, es sich mit einem Buch und einer Tasse Tee auf dem Sofa gemütlich machen. Unter anderem Lindenblüten-, Zitronenmelisse oder Rosmarin-Tees wird nachgesagt, dass sie die Stimmung aufhellen können.

Auch Bade-Zusätze können für gute Gefühle sorgen. Bei Schlafstörungen und Stress sollen zum Beispiel Bade-Öle mit Melissenblättern, Lavendelblumen oder Hopfen helfen. Auch Raumdüften werden stimmungsaufhellende Eigenschaften nachgesagt: Bergamotte, Citronella oder Mandarine zum Beispiel können angeblich die Laune verbessern – genau wie bestimmte Lebensmittel: Nüsse, Sojabohnen, Eier, dunkle Schokolade, Ananas und Bananen zählen zu diesen.

Lachen und raus ins Freie

Vielleicht ist es auch mal wieder Zeit für eine gute Komödie? Klassiker wie „Und täglich grüßt das Murmeltier“, „The Big Lebowski“, „Die nackte Kanone“, „Dumm und Dümmer“ oder „Meine Braut, ihr Vater und ich“ sorgen für eine lustige Auszeit im heimischen Wohnzimmer.

Wer sich durch Lichtmangel niedergeschlagen und müde fühlt, sollte zudem auf Spaziergänge setzen, selbst an grauen Tagen, riet der schwedische Licht-Therapeut Karl Ryberg im Interview mit der Nachrichtenagentur spot on news: „Die große Oberfläche des Himmels strahlt prächtig. Das Spazieren stimuliert auch Herz, Muskeln und Gehirn“, so der Autor von „Die Heilkraft des Lichts“.

Zudem rät der Experte bei Schlafproblemen dazu, im Schlafzimmer orangefarbenes Licht zu verwenden, da das Gehirn darauf konditioniert sei, auf diesen Farbstimulus zu reagieren, und es beginnt, das schlaffördernde Hormon Melatonin auszuschütten. Wer sich nicht nur kurzzeitig niedergeschlagen fühlt oder länger anhaltende Schlafprobleme hat, sollte einen Arzt aufsuchen.

(hub/spot)