20.11.2020 21:31 Uhr

Zwei Katzen überlebten 131 Tage allein in Messie-Wohnung

Eine Geschichte die ans Herz geht: Aus einer verwahrlosten Wohnung in Köln barg ein Tierschutzverein zwei alleingelassene Katzen.

Beispielfoto: OlegDoroshin/Shutterstock

Da staunte der Tierschutzverein Straßenkatzen Köln sicher nicht schlecht, als sie aus einer verriegelten und völlig zugemüllten Wohnung zunächat eine weiß-graue Katze befreiten.

„Die Tortur überlebt!“

Bilder von dem flauschigen Tier und der verwahrlosten Wohnung, postete der Verein auf Facebook. Dazu schrieben sie: „Wir wurden heute zu einer Wohnung in Köln gerufen, die seit dem 12. Juli versiegelt war. Heute sollte die Wohnung dann geräumt werden und dabei fand man diese Katze. Sie hat sich seit über vier Monaten unversorgt in der Wohnung aufgehalten, zum Glück hat sie die Tortur überlebt.“

Auf dem Bild schaut die Katze etwa schüchtern und verängstigt in die Kamera, doch es scheint ihr den Umständen entsprechend gut zu gehen!

Screenshot: Straßenkatzen Köln e.V.

So versorgte sich die Katze

Das schlaue Tierchen hat es geschafft, sich in aus den Resten in der Wohnung zu versorgen, wie der Verein weiter schreibt: „In der Wohnung fanden sich viele aufgerissene Trockenfutter-Säcke, die vermutlich das Leben der Katze gerettet haben. Irgendwo in diesem Chaos muss es auch eine Wasserquelle geben, vermutlich die offene Toilette, denn sonst hätte das Tier nicht überlebt.“

Bewohner sind einfach verschwunden

Die einstigen Bewohner sind verschwunden, ihre zwei Katzen allein in der Wohnung zurückgelassen. Das Schicksal der zweiten Katze, ist aktuell noch ungewiss, so schreibt der Verein in dem Facebook-Post: „Ob sich die zweite Katze noch in der Wohnung befindet, wird derzeit geprüft. Hoffen wir mal, dass sie nicht den Tod in diesem Chaos gefunden hat.“

Für die Herzlos-Bewohner hat der Verein nur Mitleid übrig: „Wir wissen nicht, wie groß die psychischen Probleme eines Menschen sein müssen, um in solchen Verhältnissen zu leben. Mit Sicherheit hat dieser Mensch auch schwer zu kämpfen und verdient vermutlich Hilfe und unser Mitleid…“

Dann am heutigen Freitag Entwarnung: „Die zweite Katze konnte heute auch gesichert werden und befindet sich jetzt in unserer Obhut“, schrieb der Verein bei Facebook. „Es besteht allerdings die Möglichkeit, dass sich noch eine weitere Katze in der Wohnung aufhält, sodass wir weiter dran bleiben…“

(TT/PV)