16.10.2020 04:05 Uhr

„Zwei Stunden geweint“: Plant der Wendler eine Entschuldigung? Das Video

Tritt Michael Wendler nach dem Corona-Eklat und den Beschimpfungen gegen seinen Haussenders die Kehrtwende an? Folgt man den neusten Aussagen seines Managers könnte schon ein Umdenken bei dem Sänger begonnen haben.

Herr Krampe und sein schwieriger Klient. Foto: imago images / Revierfoto

Markus Krampe war erneut zu Gast in der RTL-Late-Night-Show „Pocher – gefährlich ehrlich“. Dort sprach er über die Ereignisse der letzten Woche, seit dem sich Sänger Michael Wendler als Verschwörungstheoretiker outete.

Der 48-Jährige hatte in einem Instagram-Video kräftig gegen RTL ausgeteilt und behauptet, „nahezu alle Fernsehsender inklusive RTL machen sich mitschuldig, sind gleichgeschaltet, politisch gesteuert.” Der größte Privatsender Europas zeigte sich entsetzt von dem Angriff, auch vor dem Hintergrund, dass Wendler einen umfangreichen millionenschweren Exklusivvertrag, der auch neue TV-Formate beinhaltete, völlig überraschend und einseitig kündigte.

Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an Ein Beitrag geteilt von MICHAEL WENDLER (@wendler.michael) am Aug 2, 2020 um 8:47 PDT

„4 bis 6 Millionen in den Sand gesetzt“

Krampe steht seit der reichlich dummen Kampfansage im telefonischen Austausch mit seinem Klienten, der mit seiner 30 Jahre jüngeren Frau Laura Müller derzeit in den USA lebt und mehrere Millionen in den Sand gesetzt hat. Der Manager hatte erst letzte Woche offenbart, dass Wendler mit dem „umfangreichen Vertrag“ mit RTL bis zum Jahresende seine Millionenschulden abbezahlt hätte und „bis Ende 2021 schlägt er da viereinhalb bis sechs Millionen Euro an Gagen in den Wind.“ …

Im Gespräch mit Oliver Pocher sagte Krampe am späten Donnerstagabend: „Wir haben über die Woche viele Gespräche geführt. Einige Dinge waren für mich verständlich, andere gar nicht. (…) Es ist schon so, dass der Michael Wendler verstanden hat, dass der Angriff auf RTL ein grober Fehler war und ja, dass da eigentlich nichts zu entschuldigen ist. Das ist der Arbeitgeber oder der Sender, der ihn beschäftigt hat und deswegen war ich ja auch so geschockt und wir waren ja alle perplex. Und er hat das schon eingestanden … mir gegenüber.“ Krampe weiter: „Der Ball liegt jetzt bei ihm. Ich erwarte und denke, dass da kurzfristig was kommt wird von ihm“.

Wendler bereut nicht zum ersten Mal

An anderer Stelle sagte der Manager am Beispiel des Wendler-Gastspiels 2015 als Kandidat bei „Ich bin ein Star – Holt mich hier aus!“: „Ich habe schon den Eindruck, dass er viele Dinge bereut. Logischerweise kommen bei ihm viele Dinge im Nachgang, wo er dann sagt ‚Ach hätte ich mal‘. Es gab (sowas) in seiner Karriere schon immer mal. Einige Zeit später sagt er dann immer ‚Du hättest mich davor schützen müssen in den Dschungel zu gehen. Du hättest mich vor dem und dem schützen müssen. Wie hätte ich das machen sollen, wenn sich jemand bei Nacht und Nebel verdünnisiert und am nächsten Tag weg ist (…) und auch nicht zurückkommt, dann stehe ich hier auch ein bisschen blöd (da).“

Krampe bezog sich darauf, dass Wendler heimlich einen Flug gebucht hatte und mitten während der Dreharbeiten zu den derzeit stattfindenden Castings bei DSDS, zu denen er sich vertraglich verpflichtet hatte, mit Laura Müller in die USA geflogen war.

„Zwei Stunden geweint“

„Ich habe Rückmeldung von Laura und ihm bekomme, nach dem Auftritt hier in der Sendung und sie haben es erst nur gelesen (…) dass ich gesagt habe er ist krank und dann hat er sich maßlos aufgeregt irgendwie zuhause und dann haben sie sich die Sendung angeguckt und haben mir dann gesagt – Laura vor alle Dingen – dass sie zwei Stunden geweint haben. So. Weil sie das auch berührend fanden.“

Entschuldigung hin und oder her: Das Tischtuch dürfte zwischen dem abgehobenen Sänger und RTL endgültig zerschnitten sein. Kein Unternehmen von diesem Format lässt sich von einem Künstler so auf der Nase herumtanzen und vorführen lasen. Da hätte sich Wendler auch im Falle eines Rückziehers extrem verkalkuliert. (PV)