13.10.2020 14:23 Uhr

Als 4×4² fährt der Mercedes EQC durch dick und dünn

Für manchen Puristen ist die G-Klasse der einzige echte Geländewagen im Programm von Mercedes. Ein besonders rustikaler Prototyp vom elektrischen EQC will der Geländelegende nun die Schau stehlen.

Daimler AG/dpa-tmn

Mercedes schickt den elektrischen EQC mit erweiterter Offroad-Technik in den Schlamm. Dafür hat ein kleines Team an Entwicklern beim SUV so genannte Portalachsen montiert und so Spurweite und Bodenfreiheit um jeweils rund 20 Zentimeter vergrößert, teilte der Hersteller mit.

Um das neue Fahrwerk zu kaschieren, trägt der mit dem Beinamen 4×4² versehene EQC zudem markante Kotflügelverbreiterungen aus dem 3D-Drucker.

Nichts ändert sich laut Hersteller am Antrieb des EQC. Auch als Offroader fährt er mit je einem 150 kW starken Motor pro Achse und geht so mit zusammen bis zu 740 Nm zu Werke. Steile Hügel sollen ihn deshalb genauso wenig stoppen wie tiefe Furchen im Sand, teilte Mercedes weiter mit. Und auch für Wasserdurchfahrten sei der Stromer gewappnet. Nur die Batteriekapazität limitiert den Aktionsradius.

Zwar steckt im Bauch der gleiche 80-kWh-Block wie beim Serienmodell. Doch während die Energie auf dem Prüfstand für knapp 500 Kilometer reicht, zeigt der Bordcomputer auf ersten Testfahrten im schweren Gelände selten mehr als 150 Kilometer Reichweite.

Offiziell ist der EQC 4×4² nur eine Fingerübung ohne Fertigungsabsichten. Doch so ganz vergebens sind die Umbauten nicht, deuten die Ingenieure an. Denn mit dem Prototypen sammeln die Entwickler die nötigen Erfahrungen, die bald zu einer elektrischen G-Klasse führen soll, wie sie Firmenchef Ola Källenius vor kurzem erst bestätigt hat.

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