12.10.2020 17:58 Uhr

Der Toyota Verso im Gebrauchtwagen-Check

Den Verso hielt Toyota bis 2018 im Programm. Auf Wunsch konnten bis zu sieben Personen im Kompaktvan mitfahren. Wer einen kaufen will, muss sich auf dem Gebrauchtmarkt umsehen. Auf was ist zu achten?

Toyota/dpa-tmn

Beim Modellnamen Verso könnte man an versiert denken, zumindest hat der Kompaktvan von Toyota so seine Qualitäten: Der Innenraum ist gut nutzbar und variabel, der ganze Wagen ist robust. Und bei der Kfz-Hauptuntersuchung schneidet der Verso zumindest besser ab als die Konkurrenz.

Modellhistorie: 2009 kam der Verso als Nachfolger des Corolla Verso auf dem Markt. Das Facelift von 2013 verpasste dem Van einen moderneren Look mit neuer Frontpartie im Stil des einstigen Avensis. 2018 schied der Verso aus der Modellpalette aus.

Karosserievarianten: Der Verso ist ein fünftüriger Kompaktvan, von dem es keine Varianten gibt. Allerdings fahren bis zu sieben Personen mit, denn optional wurde eine dritte Sitzreihe angeboten, auf der immerhin zwei Heranwachsende Platz finden.

Abmessungen (laut ADAC): 4,46 m x 1,79 m x 1,62 m bis 1,63 m (LxBxH), Kofferraumvolumen: 484 l bis 1740 l (Siebensitzer: 178 l bis 1696 l).

Stärken: Der Verso ist komfortabel abgestimmt und animiert zum Cruisen – auch das ist familienkompatibel. Im „Auto Bild Tüv Report 2020“ viel Lob: „Wer sich die Konkurrenten anschaut, findet erheblich schlechtere Mängelbilanzen.“ Fahrwerkseitig geben vor allem die Antriebswellen bei der HU fast nie Anlass zum Meckern. Ebenfalls unter dem Mängelschnitt: Achsen, Dämpfung, Lenkung sowie das Abblendlicht; auch Ölverlust ist kein Thema.

Schwächen: Bei der ersten HU im Alter von drei Jahren zeigt die Beleuchtung vorn und hinten erhöhte Mängelquoten, ebenfalls die Feststellbremse. Beim dritten und vierten HU-Termin fallen die Bremsscheiben negativ auf. Häufiger als beim Durchschnitt kommen dann auch Defekte am Auspuff vor.

Pannenverhalten: Der ADAC vergibt dem Verso gute bis sehr gute Noten. Lediglich Exemplare mit Erstzulassung 2011 und 2012 landen in der aktuellen Pannenstatistik des Clubs im Mittelfeld. Pannenschwerpunkte sind demnach: die Antriebswellen (2009), die Batterien (2011) und Generatoren (2009 bis 2011).

Motoren: Benziner (Vierzylinder, Frontantrieb): 97 kW/132 PS und 108 kW/147 PS; Diesel (Vierzylinder, Frontantrieb): 82 kW/112 PS bis 130 kW/177 PS.

Marktpreise (laut „DAT Marktspiegel“ der Deutschen Automobil Treuhand mit jeweils statistisch erwartbaren Kilometern):

– Verso 1.6 Life 7-Sitzer (2014); 97 kW/132 PS (Vierzylinder); 89 000 Kilometer; 9725 Euro. – Verso 1.6 D-4D DPF Comfort Start-Stopp (2017); 82 kW/112 PS (Vierzylinder); 61 000 Kilometer; 12 350 Euro. – Verso 2.2 D-CAT DPF Executive 7-Sitzer (2013); 130 kW/177 PS (Vierzylinder); 122 000 Kilometer; 10 100 Euro.

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