31.08.2020 12:27 Uhr

Gebrauchtwagen-Check: Mercedes A-Klasse (2012 bis 2018)

Erstaunlich, wie Mercedes seine A-Klasse vom eher hochbeinigen Minivan zum flachen, sportlichen Kompakten gedreht hat. Was kann der «Golf» von Mercedes aber als Gebrauchtwagen?

Daimler AG/dpa-tmn

Die A-Klasse von Mercedes hat einen erstaunlichen Wandel durchlaufen: 15 Jahre lang war sie eine Art Minivan, hoch, geräumig und flexibel. Doch dann kam die Baureihe W 176.

Sportlich, straff, eng und flach. Ihrer Zuverlässigkeit hat die Metamorphose zum Flitzer aber keinen Abbruch getan. Bei der Hauptuntersuchung (HU) kassiert die A-Klasse weiterhin Bestnoten.

Modellhistorie: Die erste A-Klasse kam 1997 auf den Markt, 2012 folgte die hier betrachtete Baureihe W 176. Drei Jahre später die Modellpflege: überarbeitetes Design, kräftigere Motoren, LED-Scheinwerfer, ein komfortableres Fahrwerk und erstmals die Option auf verstellbare Dämpfer. Seit 2018 ist der Nachfolger W 177 unterwegs.

Karosserievarianten: Anders als ihr hochbauender Vorgänger mit Sandwichboden ist die A-Klasse W 176 ein reinrassiges Kompaktklassemodell mit Steilheck und fünf Türen. Wer ein Stufenheck möchte, muss allerdings zum Nachfolger greifen.

Abmessungen: 4,30 m bis 4,37 m x 1,78 m x 1,42 m (LxBxH), Kofferraumvolumen: 341 l bis 1157 l.

Stärken: Sportlicher Kurvenräuber dank straffem Fahrwerk. Bei der HU gibt es fast nur Lob. Mängel bei Fahrwerk, Licht und den Bremsen: lediglich in vernachlässigbaren Größenordnungen, schreibt der „Auto Bild Tüv Report 2020“.

Schwächen: Vielleicht ein bisschen zu straff gefedert, weswegen der Hersteller zum Facelift auch in dieser Hinsicht nachbesserte. Bei der HU gibt es ansonsten nur bei der Abgasuntersuchung Einwände: Hier schneide das Modell gegenüber dem Vorgänger „relativ betrachtet“ schlechter ab, so der Tüv-Report. Rückrufe gab es unter anderem wegen Steuerkettenspannern, Airbags und Unterdruckleitungen im Bremskraftverstärker.

Pannenverhalten: Der ADAC schreibt: „Die A-Klasse schneidet gut bis sehr gut ab.“ Zu den Pannenschwerpunkten fügt der Club die bemerkenswerten Worte an: „keine bekannt“.

Motoren: Benziner (Vierzylinder mit Front- und Allradantrieb): 75 kW/102 PS bis 280 kW/381 PS; Diesel (Vierzylinder mit Front- und Allradantrieb): 66 kW/90 PS bis 130 kW/177 PS.

Marktpreise (laut „DAT Marktspiegel“ der Deutschen Automobil Treuhand mit jeweils statistisch erwartbaren Kilometern):
– A 200 d Style (2015); 100 kW/136 PS (Vierzylinder); 91 000 Kilometer; 13 650 Euro.
– A 250 4Matic (2015); 155 kW/211 PS (Vierzylinder); 75 000 Kilometer; 17 900 Euro.
– A 180 Urban BlueEfficiency (2013); 90 kW/122 PS (Vierzylinder); 100 000 Kilometer; 10 500 Euro.

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