09.11.2020 12:19 Uhr

Campino: Sein Sohn hält ihn für „wohl eher uncool“

Rockstar Campino hat über sein Privatleben gesprochen. Dabei hält der Frontmann der Toten Hosen sein Privatleben so gut es geht aus der Öffentlichkeit heraus.

imago images / Martin Hoffmann

Vor einigen Monaten kam dann die Nachricht, dass Campino seine Frau vor einem Jahr heimlich in New York geheiratet hat. Auf die Frage, wie sehr sich sein Leben durch die Ehe verändert habe, plauderte der Musiker jetzt mit der ‘Abendzeitung München’.

Mit seiner Frau zum Fußball

„Die Hochzeit hatte nichts damit zu tun, einen Ruhepol zu finden. Mir geht es seitdem nicht anders, ich kenne meine Frau natürlich schon länger. Da wir 2019 geheiratet haben und ich in ‚Hope Street‘ auch das Tagebuch eines Jahres führe, habe ich die Hochzeit auf eine diskrete Art eingebaut.“ Und weiter: „Meine Frau begleitet mich oft zu den Spielen in Liverpool und hat mittlerweile dort auch ihren Spaß. Als ich ihr erzählte, dass ich ein Buch über Liverpool schreiben wolle, war ihre erste Reaktion: ,Du spinnst wohl, mir deinen Freizeitquatsch als Beruf aufzubinden? Soweit kommt’s noch!’“

Campino: Sein Sohn hält ihn für "uncool"

Piper Verlag

Seine Frau nennt ihn „Philip“

Und er beantwortete auch die Frage, ob er für seinen Sohn denn cool sei. Campino dazu: „Für ihn bin ich wohl eher uncool. Es würde mir mehr Sorgen machen, wenn er mich heroisieren würde. Eltern versuchen heutzutage, ihren Kindern freundschaftlich Ratschläge zu geben, das war in meiner Kindheit anders. Trotzdem sind wir nicht die Freunde unserer Kids, sondern die Erzieher. Ich würde meinem Sohn nicht von meinen Sorgen erzählen. Das wäre eine Überforderung.“

Campinos 16-jähriger Sohn Lenn Julian stammt aus einer früheren Beziehung mit Schauspielerin Karina Krawczyk.

Übrigens: Seine jetzige Frau nennt ihn gelegentlich auch immer mal “Philip“. Dazu verriet er zuletzt in einem Gespräch mit der „Rheinischen Post“: „Weil ich manchmal ein paar Schritte hinter ihr herlaufe wie Prinz Philip der Queen“.

Biografie „Hope Street“

Anfang Oktober veröffentlichte Campino das Buch „Hope Street: Wie ich einmal englischer Meister wurde“.

Die bislang bekannte Geschichte des populärsten Musiker Deutschlands ist nur die halbe Geschichte. Die andere Hälfte fängt mit Kevin Keegan an, dem englischen Stürmer mit den wilden Locken. Der wurde in den 70ern zu Campinos großem Idol: Als zehnjährigem Sohn einer englischen Mutter und eines Richters aus Düsseldorf war ihm dieser Keegan Erlösung und Vorbild zugleich. Seitdem verbinden sich in der Entscheidung für den besten Fußballverein der Welt die ganze Widersprüchlichkeit seiner Herkunft und die Liebe zu einem Land, das irgendwo zwischen Beatles und Brexit steht. (Bang/KT)