27.07.2020 12:20 Uhr

Charlize Theron über Sexismus hinter den Kulissen von „The Italian Job“

Charlize Theron regt sich über den Sexismus am Set von "The Italian Job - Jagd auf Millionen" auf. 17 Jahre später.

imago images / ZUMA Press

Die „Atomic Blonde“-Darstellerin ist heute für ihre eindrucksvollen Actionrollen bekannt. Als sie 2003 jedoch an dem Thriller arbeitete, wurde sie von oben herab behandelt, nur weil sie eine Frau war. „Es gab großen Druck, die Stunts mit den Schauspielern zu machen… Damit verbunden war ein sehr unfairer Prozess“, erzählt sie.

Überflüssiges Autotraining?

Charlize sei komplett anders als ihre männlichen Kollegen wie Mark Wahlberg, Jason Statham und Edward Norton behandelt worden. „Ich war die einzige Frau in einer Gruppe von Männern und ich erinnere mich lebhaft daran, wie ich den Terminplan in der Vorproduktionsphase bekam. Sie hatten für mich sechs Wochen mehr Autotraining eingetragen als für irgendeinen der Jungs. Es war einfach so beleidigend“, kann es die Powerfrau immer noch nicht fassen. Das führte jedoch dazu, dass Charlize nur noch mehr angestachelt wurde, ihr Bestes zu geben.

Mark Wahlberg war übel

„Ich sagte ‚Alles klar, ihr wollt dieses Spiel spielen, dann mal los'“, berichtet sie einem ‚Comic Con at Home‘-Forum. „Ich machte es mir zum Prinzip, allen Jungs davonzujagen. Ich erinnere mich lebhaft daran, wie Mark Wahlberg nach der Hälfte einer unserer Trainingsstunden zur Seite fuhr und sich übergab, weil ihm so übel davon war, 360-Grad-Drehungen zu machen.“ Diese Erfahrung motivierte die 44-Jährige außerdem dazu, die „irrige Vorstellung“ von Frauen in Action-Filmen richtigzustellen und Rollen in Blockbustern wie ‚Mad Max: Fury Road‘ und ‚Aeon Flux‘ anzunehmen.

„Als ich meine Karriere begann, war es so wichtig, die Authentizität von ‚Ja, ich kann kämpfen und ich werde mit diesem Kerl fertig und ich kann das überleben‘ zu verkaufen“, schildert sie. (Bang)